Öffentlich lesbarer Thread
Muss das immer so kompliziert sein mit dem Runterkommen
Hallo ihr Lieben,
ich sitz hier gerade mit meinem Kaffee und der Sonne im Gesicht und hab eigentlich gute Laune, weil das Wochenende naht. Aber irgendwie… naja, ich muss mal kurz was loswerden, was mich schon länger beschäftigt. Letztens hab ich wieder so nen Artikel gelesen über die Neurotransmitter und wie sich das alles im Gehirn verändert, wenn man Zeug nimmt. Und ich hab mich gefragt, ob das beim Koks eigentlich anders ist als bei… sagen wir mal, anderen Sachen, die man vielleicht mal probiert hat, um klarzukommen.
Ich meine, ich hab ja ne Weile lang jeden Tag 3-5 Gramm gezogen, das ist echt krass, wenn ich heute drüber nachdenke. Und immer dazu dann Benzos, um irgendwie runterzukommen und nicht völlig abzustürzen. Diese ganze Schleife, das war so… normal geworden. Dieses ständige Hoch und dann das tiefe Loch, und dann wieder das Zeug, um aus dem Loch rauszukommen. Aber das ist ja kein echtes Runterkommen, oder? Das ist doch nur wieder das nächste Problem.
Seitdem ich jetzt seit über 5 Monaten clean bin, hab ich das zum Glück nicht mehr. Aber manchmal, wenn ich echt gestresst bin oder einfach nur müde, hab ich immer noch dieses leise Bedürfnis nach diesem… Gefühl der Kontrolle, oder was auch immer es war. Dieses Gefühl, dass man alles im Griff hat, auch wenn es nur künstlich war. Und ich frage mich, ob das mit dem Koks halt so speziell war, weil es eben auch ne "Funktionsdroge" war, die mich im Job quasi am Laufen gehalten hat?
Habt ihr das auch manchmal, dass ihr denkt, es gibt vielleicht einfachere Wege, mit dem Stress oder den Gefühlen umzugehen, als sich da durch so einen Drogen-Dschungel zu quälen? Oder ist das einfach meine Baustelle, die ich jetzt noch hab? Bin gespannt auf eure Gedanken.
