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Nachtschicht im Kopf – wie geht ihr mit dem "Raus-Feeling" um
Von tom_haftentvor 17 Std.💬 0❤️ 1
Ich lieg gerade hier in der Übergangseinrichtung, draußen ist es schon ziemlich kühl und ich hör das leise Rauschen vom Flur. Seit 28 Tagen bin ich clean, also fast ein Monat, und das fühlt sich manchmal wie ein kleiner Sieg an – aber gleichzeitig dröhnt das alles im Kopf wie ne Nachtschicht, die nie ausklingt.
Gestern war wieder einer von diesen Momenten, wo ich plötzlich das Gefühl hatte, gleich wieder in die alte Zelle zu fallen, nur weil ich das Klirren einer Flasche im Flur hörte. Der Aufseher hat dann sofort nachgefragt, und ich musste mich zusammenreißen, damit ich nicht ausversehen was sag, das ich später bereue. Nciht leicht, wenn man ständig das Gefühl hat, beobachtet zu werden und gleichzeitig das Leben draußen fast schon vermisst.
Ich hab versucht, meine Abende mit Lesen zu füllen, aber das Buch liegt jetzt offen und ich kann mich nicht konzentrieren – die Gedanken springen zwischen "Was macht mein Vater jetzt?" und "Wie soll ich den ersten Arbeitstag nach dem Entlassungsdatum angehen?" tbh, das ist echt krass, wie schnell die alten Sorgen wieder zurückkommen.
Wie schafft ihr es, den inneren Druck zu mindern, wenn das Tageslicht wiederkommt und ihr gleichzeitig das Gefühl habt, noch nicht ganz raus zu sein? Welche kleinen Rituale helfen euch, den Kopf zu beruhigen, ohne dass das System euch gleich wieder einengt? Ich freu mich auf eure Ideen, vielleicht find ich ja was, das mir jetzt echt weiterhilft. ❤️
Nachtschicht im Kopf – wie geht ihr mit dem "Raus-Feeling" um
Von tom_haftent · · 0 Antworten · 1 Reaktionen
Ich lieg gerade hier in der Übergangseinrichtung, draußen ist es schon ziemlich kühl und ich hör das leise Rauschen vom Flur. Seit 28 Tagen bin ich clean, also fast ein Monat, und das fühlt sich manchmal wie ein kleiner Sieg an – aber gleichzeitig dröhnt das alles im Kopf wie ne Nachtschicht, die nie ausklingt.
Gestern war wieder einer von diesen Momenten, wo ich plötzlich das Gefühl hatte, gleich wieder in die alte Zelle zu fallen, nur weil ich das Klirren einer Flasche im Flur hörte. Der Aufseher hat dann sofort nachgefragt, und ich musste mich zusammenreißen, damit ich nicht ausversehen was sag, das ich später bereue. Nciht leicht, wenn man ständig das Gefühl hat, beobachtet zu werden und gleichzeitig das Leben draußen fast schon vermisst.
Ich hab versucht, meine Abende mit Lesen zu füllen, aber das Buch liegt jetzt offen und ich kann mich nicht konzentrieren – die Gedanken springen zwischen "Was macht mein Vater jetzt?" und "Wie soll ich den ersten Arbeitstag nach dem Entlassungsdatum angehen?" tbh, das ist echt krass, wie schnell die alten Sorgen wieder zurückkommen.
Wie schafft ihr es, den inneren Druck zu mindern, wenn das Tageslicht wiederkommt und ihr gleichzeitig das Gefühl habt, noch nicht ganz raus zu sein? Welche kleinen Rituale helfen euch, den Kopf zu beruhigen, ohne dass das System euch gleich wieder einengt? Ich freu mich auf eure Ideen, vielleicht find ich ja was, das mir jetzt echt weiterhilft. ❤️