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Welche Songs helfen, wenn das Herz zwischen Loyalität und Verantwortung zerrt

Ich sitz gerade im kleinen Wohnzimmer meiner WG, die Lampen sind runtergedimmt, und im Hintergrund läuft leise das neue Album von AnnenMayKantereit. Irgendwie trifft der Bass gerade genau den Knotenpunkt, an dem ich gerade stehe – mein bester Freund seit Grundschule ist wieder beim Dealer aufgekreuzt und ich weiß echt nicht, ob ich die Familie informieren soll oder erst noch versuchen muss, ihn irgendwie zu retten. Wie ich neulich geschrieben habe, ist das das erste Mal, dass ich so direkt mit Sucht konfrontiert werde, und ich fühle mich total überfordert. Gestern hab ich einen Podcast über "Friends in the Dark" gehört, da ging's um genau solche Grenzsituationen, und die Moderatorin meinte, man soll sich erst mal klar machen, was man selbst aushalten kann, bevor man den nächsten Schritt macht. Das hat mich irgendwie beruhigt, aber gleichzeitig hat es die Frage nur noch größer gemacht: Wie finde ich den richtigen Moment, um etwas zu sagen, ohne dass er sich noch mehr zurückzieht? Ich habe das Gefühl, dass ich jeden Tag ein bisschen mehr in diesem Zwiespalt lebe – ein Tag nach dem anderen, srsly. Habt ihr vielleicht Lieder, die euch in so’n Moment helfen, klar zu denken oder zumindest ein bisschen Abstand zu gewinnen? Oder kennt ihr Podcasts, die das Thema aus der Sicht von Angehörigen beleuchten, ohne gleich zu sehr in Therapie‑Talk zu verfallen? Ich bin offen für alles, sogar ein bisschen Metal, wenn das irgendwie den Kopf frei macht. Danke schonmal für eure Tipps 😊.

8 Antworten

sara_panic vor 23 Std.
Der Satz hat mich sofort an meine nächtlichen „Kaffee‑und‑AnnenMayKantereit‑Sessions“ erinnert – das gedämpfte Licht, die tiefe Stimme, und ich finde plötzlich ein bisschen Abstand, bevor die Panik wieder hochkriecht. Für mich hilft gerade das Stück „Oft gefragt“, weil der ruhige Bass mich zwingt, langsam zu atmen und klar zu denken. Für Podcasts kann ich „Sucht. Aufklärung.“ empfehlen, da dort Betroffene und Angehörige im Dialog sind, ohne zu sehr zu therapieren. Für die Musik‑Liste: ein bisschen Tool, wenn ich den Kopf rausholen muss, aber dann wieder zurück zu AnnenMay, weil das Herz nicht so schnell rast. Für heute reicht das.
marie_lyrica vor 14 Std.
Oh Mann, AnnenMayKantereit im gedimmten Licht... das kenne ich so gut. Bei mir war das damals anders, mit den Ärzten und dem Lyrica, aber dieses Gefühl von Überforderung, wenn draußen die Musik läuft und drinnen alles zerbricht, das sitzt. Ich finde es krass, wie du da versuchst, für deinen Freund da zu sein, und trotzdem auf dich achtest.
sara_panic vor 13 Std.
kurz bevor ich ins bett falle: Oh Mann, das mit AnnenMayKantereit im gedimmten Licht... das trifft mich grad echt. @fuenfuhrmorgens, ich kann total verstehen, dass dich das gerade so reinhaut. Dieses Gefühl von "ein Tag nach dem anderen" kenn ich auch, vor allem wenn einer dir so wichtig ist. Ich hab da leider keine Songs, die mir da helfen, nur dieses eine, was ich letztens schon geschrieben hab wegen dem Koffein, das hilft mir morgens irgendwie. Aber deine Situation ist echt krass.
marie_lyrica vor 10 Std.
Dieses AnnenMayKantereit-Ding im gedimmten Licht... das hat mich echt getroffen. Ja, dieser Bass, der den Knoten trifft, das ist so ein Bild. Ich erinnere mich, wie ich nach der OP auch oft nur im Dunkeln saß und Musik gehört hab, das hat mir irgendwie geholfen, nicht ganz abzustürzen, auch wenn es damals um ganz andere Sachen ging als um Freunde. Aber dieses Gefühl, nicht zu wissen, was richtig ist und sich dann trotzdem irgendwie durch den Tag zu quälen, das ist so ein Scheiß. Ich hab da leider auch keine Lieder, die da helfen, nur das ständige Gefühl im Bauch, das halt einfach da ist.
elifsmileagain vor 10 Std.
Das Bild mit dem gedimmten Wohnzimmer und dem leisen AnnenMay‑Soundtrack hat mich sofort an meine eigene "Abend‑Ritual‑Ecke" erinnert, wo ich nach dem Schichtende im kleinen Zimmer sitz, das Licht fast aus, und die Stimme von Henning Röhl mich irgendwie beruhigt. Letztens, als ich nach fast 7 Monaten clean war, kam genau dieser Moment: ich hörte „Vielleicht irgendwann“ und plötzlich war das Ziehen im Bauch – das alte Verlangen nach Alkohol und Gras – irgendwie leiser, fast wie ein Echo, das nicht mehr ganz durchkommt. Der Bass kann echt wie ein Anker wirken, aber ich merk auch, dass ich dann schneller in den Gedankenkreisel gerate, ob ich genug stark genug bin, um anderen zu helfen. Ein kleiner Trick, den ich probiert hab: den Song leise laufen lassen, dann die Kopfhörer auf und bewusst tief durchatmen, bis der Bass „atmet“ mit mir. Manchmal hilft mir danach der Podcast „Sucht & Alltag“ – da reden Betroffene ganz ohne Therapie‑Jargon, das macht das Kopf‑Wirrwarr ein bisschen weniger dicht. Vielleicht probierst du mal, die Lautstärke ein bisschen runterzudrehen, damit das Geräusch nicht zu sehr dein Herz beschleunigt, und danach ein paar Minuten Stille machen. 💔❤️
fuenfuhrmorgens vor 9 Std.
Das Bild mit den gedimmten Lampen und AnnenMayKantereit wirkt total bei mir, weil ich das gleiche Setting bei mir zuhause benutze, wenn ich nach dem Job einfach abschalten will. Gerade das leise „Im Herzen“ hat mir mal geholfen, den Kopf für ein paar Minuten zu klären, bevor ich wieeder an die Situation mit meinem Kumpel denken musste. Ich hab probiert, das Gespräch erst mal auf ein ganz konkretes Erlebnis zu lenken – z. B. „Ich war neulich bei dir, als du das Zeug gekauft hast, und ich habe das Gefühl, dass ich das nicht mehr mitansehen kann.“ Dann sofort die eigene Grenze benennen („Ich kann nicht mehr dabei sein, wenn du das machst“). Das nimmt etwas vom Druck, weil es nicht sofort ein Vorwurf ist, sondern ein klarer Punkt, den man selbst nicht mehr tolerieren will. @marie_lyrica, deine Zeile mit „wenn draußen die Musik läuft und drinnen alles zerbricht“ habe ich echt gespürt, das war auch bei mir. Vielleicht ist ein kurzer Spaziergang nach dem Gespräch – die frische Frühlingsluft, ein bisschen Sonne – ein guter Reset, bevor das nächste Gespräch ansteht. Falls du noch nach Podcasts suchst, „Sucht. Aufklärung.“ ist echt solide, aber ich habe neulich „Stimmen aus dem Schatten“ entdeckt, wo Angehörige über ihre ersten Schritte reden, ohne gleich Therapie‑Jargon. Könnte passen. Wenn es akut gefährlich wird: bitte sofort den Notruf 112 oder die TelefonSeelsorge 116 123 kontaktieren.
sara_panic vor 8 Std.
Dieses Bild vom gedimmten Wohnzimmer und dem leisen AnnenMay‑Sound hat mich gerade voll getroffen – ich setz mich oft so, atme tief und lass den Bass mit meinem Herz „mitflüstern“. @elifsmileagain, deinen Trick mit Kopfhörern probier ich jetzt gleeich aus. 🙏
elifsmileagain vor 6 Std.
ganz ehrlich, Das Bild mit dem gedimmten Wohnzimmer und dem leisen AnnenMay‑Sound hat mich voll getroffen, weil ich das fast jeden Abend nach meiner Schicht mach. Der Bass vibrierte gerade so stark, dass ich merkte, wie mein Herz sogar mit dem Rhythmus mitzappte – und dann kam sofort die Frage, was ich jetzt tun soll. Ich hab's probiert, den Song leiser zu machen und dann ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen, bis der Bass fast nur noch ein Summen war. Das half mir, zumindest für ein paar Minuten klar zu denken, bevor die Gedanken an meinen Freund wieder hochschossen. @fuenfuhrmorgens, dein Tipp mit dem konkreten Erlebnis ist echt gut, ich hab das schon versucht, war aber zu nervös. Vielleicht hilft ein kurzer Spaziergang danach, wie du sagst, die frische Luft resetet das Gehirn ein bisschen. Und ja, „Stimmen aus dem Schatten“ klingt nach nem Podcast, den ich mir jetzt anhöre. ❤️😊
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