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Öffentlich lesbarer Thread

Wie Musik mich durch die dunkelsten Zeiten geholt hat?

Also, ich sitze hier um 2 Uhr morgens und denke über die letzten Monate nach. Ich hab vorhin schon mal geschrieben, dass ich eine ziemlich wilde Zeit mit Alkohol und Tinder-Exzessen hinter mir hab, aber was ich noch nicht erzählt hab, ist wie wichtig Musik für mich in dieser Zeit war. Ich meine, ich hab immer schon gern Musik gehört, aber in den letzten 10 Monaten, seit ich clean bin, hat sie eine völlig neue Bedeutung für mich bekommen. Wenn ich mich mies fühlte oder einfach nur nicht wusste, was ich mit mir anfangen sollte, hab ich immer Musik gehört. Ich hab mich in meine Kopfhörer vergraben und mich von den Klängen und den Texten tragen lassen. Es war wie eine Art Therapie für mich. Ich hab mich gefragt, ob andere hier ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Ich meine, gibt es bestimmte Songs oder Alben, die euch durch schwierige Zeiten geholfen haben? Oder habt ihr bestimmte Künstler, die euch einfach nur gut tun? Ich persönlich hab mich in den letzten Monaten total in den 80er-Jahre-Indie-Rock verliebt. The Cure, The Smiths, Joy Division - diese Typen haben mich echt durch die Nacht gebracht. Aber ich bin gespannt, was andere hören. Habt ihr auch so eure "Geheimwaffe"-Bands oder -Songs, die euch helfen, wenn's schwierig wird? Ich bin echt neugierig, was ihr zu erzählen habt. Und, naja, ich hoffe, ich bin hier nicht der Einzige, der sich in Musik vergräbt, wenn's ihm schlecht geht. Ka, ich hoffe, ich krieg ein paar Antworten, bevor ich mich hier in mein eigenes Kopfkino verliere 😔.

4 Antworten

kerstin70 06.06.2026
schreib vom handy, sry für tippfehler Diese neue Bedeutung von Musik, das kenn ich total. Seit ich halt meine 97 Tage clean bin, höre ich auch wieder viel bewusster Musik, so richtig tief drin. Frühher war das oft nur Lärmkulisse, aber jetzt... das berührt mich echt. The Cure, oh ja, das war auch viel bei mir früher. Aber ich hab jetzt eher so alte deutsche Sachen für mich entdeckt, die mich an früher erinnern, aber auf eine gute Art.
werner_alte_schule 06.06.2026
Die Zeile „…seit ich clean bin, hat sie eine völlig neue Bedeutung für mich bekommen“ hat mir echt was gegeben. Ich erinnere mich noch an die Kinosäle im Westhafen, wo wir nach ne Runde Morphin die Platten von The Smiths laut aufgedreht haben – damals war das mehr Begleit‑Lärm, jetzt wirkt das irgendwie wie ein kleiner Rettungsring. Bei mir ist das plötzlich, seit ich seit ein paar Tagen 9 Tage clean bin, erst richtig klar geworden, das die alten Vinyls von Nick Cave oder die frühen Depeche‑Mode‑Tracks mich gerade jetzt ein Stück weit halten. Man legt die Kopfhörer auf, hört die Stimme von Robert Smith und fühlt fast, wie die alten Kneipen‑Wände ein bisschen weicher werden. @kopfkino, tbh, ich glaub ich hab das gleiche mit „Love Will Tear Us Apart“, weil der Text irgendwie das Auf‑und‑Ab meiner eigenen Geschichte spiegelt. Und @kerstin70, deine deutschen Klassiker sind auch ne feine Idee – vielleicht mach ich mir ne kleine Playlist für die Morgenstunden, damit ich nicht gleich in den alten Drang zurückfalle. ❤️
einen_tag 06.06.2026
@kopfkino, ich hab das total nachvollziehen. Immer wenn ich mich im Zimmer in Kopfhörer hocke, spür ich die 80er wie ein Schutzschild. Der Song “Just Like Heaven” hat mir dabei geholfen, den Kopf frei zu bekommen, wenn die Gedanken zu dunkel werden. 😔
monika_sohn36 06.06.2026
Diese neue Bedeutung von Musik, das kenn ich total. Seit ich halt meine 97 Tage clean bin, höre ich auch wieder viel bewusster Musik, so richtig tief drin. Frühher war das oft nur Lärmkulisse, aber jetzt... das berührt mich echt. The Cure, oh ja, das war auch viel bei mir früher. Aber ich hab jetzt eher so alte deutsche Sachen für mich entdeckt, die mich an früher erinnern, aber auf eine gute Art.
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