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Öffentlich lesbarer Thread
Dieser alte Song und das Bild von Mamas leeren Flaschen
Von niewiedervor 1 Tagen💬 0❤️ 2
Ich habe gerade wieder den alten Track von AnnenMayKantereit „Oft gefragt“ auf Repeat und plötzlich ist das Gefühl da, als würd ich wieder in das Kinderzimmer zurückgezogen. Da war immer dieser schräge Duft nach billigem Bier, das meine Mama immer nach der Arbeit aus der Küche gekippt hat, und das leise Klicken der Flaschen, das sich wie ein Metronom in mein Ohr gebohrt hat. Heute, nach einem langen Tag in der Praxis, sitz ich in meiner WG, das Licht flackert im Flur und ich hör die Stimme von Jan, die irgendwie gleichzeitig tröstlich und brutal ehrlich klingt.
Ich frage mich, warum gerade dieser Song mich immer wieder umhaut, obwohl ich eigentlich nur meine Ruhe haben will. Vielleicht liegt’s an der Stimme, die so rau ist, fast wie das Geräusch von Mamas Glas, wenn sie den letzten Schluck nimmt. Oder es ist die Zeile „Ich bin nicht dein Freund, ich bin dein Sohn“, die mir irgendwie sagt, dass ich nie wirklich aus diesem Rollenklischee rauskomm, das ich seit Kindertagen tragen muss – das Kind, das immer aufräumen und die kleinen Geschwister versorgen musste, während Mama im Rausch war.
Habt ihr so einen Song, der euch plötzlich zurück in die Kindheit katapultiert, obwohl ihr versucht, das Ganze zu vergessen? Oder ist das nur bei mir so, weil ich ja immer noch die „Angehörige“ von jemandem bin, der kämpft und ich mich ständig frage, ob ich genug mache? Ich brauch einfach ein bisschen Ablenkung, vielleicht ein paar Tipps, welche Tracks euch helfen, den Moment zu entkommen, ohne die Schuldgefühle zu verstärken. Ich bin gespannt, was ihr so hört 😊
Dieser alte Song und das Bild von Mamas leeren Flaschen
Von niewieder · · 0 Antworten · 2 Reaktionen
Ich habe gerade wieder den alten Track von AnnenMayKantereit „Oft gefragt“ auf Repeat und plötzlich ist das Gefühl da, als würd ich wieder in das Kinderzimmer zurückgezogen. Da war immer dieser schräge Duft nach billigem Bier, das meine Mama immer nach der Arbeit aus der Küche gekippt hat, und das leise Klicken der Flaschen, das sich wie ein Metronom in mein Ohr gebohrt hat. Heute, nach einem langen Tag in der Praxis, sitz ich in meiner WG, das Licht flackert im Flur und ich hör die Stimme von Jan, die irgendwie gleichzeitig tröstlich und brutal ehrlich klingt.
Ich frage mich, warum gerade dieser Song mich immer wieder umhaut, obwohl ich eigentlich nur meine Ruhe haben will. Vielleicht liegt’s an der Stimme, die so rau ist, fast wie das Geräusch von Mamas Glas, wenn sie den letzten Schluck nimmt. Oder es ist die Zeile „Ich bin nicht dein Freund, ich bin dein Sohn“, die mir irgendwie sagt, dass ich nie wirklich aus diesem Rollenklischee rauskomm, das ich seit Kindertagen tragen muss – das Kind, das immer aufräumen und die kleinen Geschwister versorgen musste, während Mama im Rausch war.
Habt ihr so einen Song, der euch plötzlich zurück in die Kindheit katapultiert, obwohl ihr versucht, das Ganze zu vergessen? Oder ist das nur bei mir so, weil ich ja immer noch die „Angehörige“ von jemandem bin, der kämpft und ich mich ständig frage, ob ich genug mache? Ich brauch einfach ein bisschen Ablenkung, vielleicht ein paar Tipps, welche Tracks euch helfen, den Moment zu entkommen, ohne die Schuldgefühle zu verstärken. Ich bin gespannt, was ihr so hört 😊