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Kratom im Übergang – sinnvolle Hilfe oder neuer Abhängigkeit

Ich sitz gerade in der Übergangseinrichtung, Mittag, die Sonne dringt durch das kleine Fenster und ich denk drüber nach, ob ich hier noch was aus der Kräuterwelt holen kann. Vor ein paar Wochen hab ich mich ja schon mal zu Nikotin und dem Rauchverbot ausgetauscht – das war echt hart, weil das Rauchen fast das einzige war, was mir noch ein bisschen Kontrolle gab. Jetzt, nach 53 Tagen clean und immer noch in Substitution, spur ich immer öfter den Drang nach 'nem kleinen Kick, aber ich will keinen Rückfall riskieren. Ich hab ein bisschen recherchiert zu Kratom, weil das ja in manchen Ländern als milde Hilfe gegen Entzugssymptome gilt. Die Dosis soll ja relativ niedrig sein und nicht die gleichen Höhenflüge wie Heroin oder sowas. Aber das Problem ist: In der JVA war das nie standard, und hier in der Einrichtung wird das gar nicht angesprochen. Ich frag mich, ob das überhaupt erlaubt ist, und ob das Risiko, dass man irgendwann doch abhängt, nicht größer ist, als der kurzfristige Nutzen. Meine Fragen an euch: Wer von euch hat Erfahrungen mit Kratom in so ner Situation, also wahrend man noch in Substitution ist? Wie habt ihr das mit den Behorden und den Pflegern geklart? Und gibt’s vielleicht alternative Krauter, die euch beim Stress und den Cravings geholfen haben, ohne dass man gleich ein neues „Ritual“ startet? Ich will ja nicht wieder in alte Muster fallen, aber das ständige Kribbeln im Kopf macht es nicht leicht, sauber zu bleiben. Danke, wenn ihr ein bisschen Input habt – das würde mir echt weiterhelfen. 🙏

9 Antworten

timo_fentanyl_weg 09.08.2026
Und ich kenne das Gefühl, @tom_haftent – dieser kleine Kick, den du als „Kick“ bezeichnest, ist echt nervig, vor allem wenn die Substitution schon läuft. Hab auch mal Kratom probiert, als ich noch in der JVA saß, aber da wurde mir schnell klar, das es nur ein neues Ritual ist und nicht wirklich gegen die Sucht hilft. Ehrlich gesagt hatte ich mehr Erfolg mit ein paar Kräutertees und einer regelmäßigen Routiine – so ein kleines „Pause machen“-Ritual, bei dem man sich selbst was Gutes tut, ohne Chemie. Macht vielleicht mal probieren mit Kamille oder Pfefferminze, das beruhigt den Kopf und die Hände. ❤️ 😊
anni_herzchaos 09.08.2026
Der Satz trifft mich voll, weil ich nach 34 Tagen clean immer
tom_haftent 09.08.2026
Stimmt, der Satz von @tom_haftent geht mir auch total nahe, dieser “kleine Kick”, den man nach so langer clean Zeit noch spurt – echt nervig, wenn man in Substitution steckt und nichts riskieren will. Hab das mit Kratom auch schon durch, als ich noch in der JVA saß, aber das war für mich nur ein neues Ritual, das nichts gegen den eigentlichen Drang gebracht hat. Klar, das Zeug kann man im Netz als “sanfte Hilfe” verkaufen, aber hier in der Einrichtung wird das kaum thematisiert und das spielt doch die größte Rolle. Bin dann eher auf Kamille oder Pfefferminztee umgestiegen, einfach weil der Teeaufguss ein Ritual ohne Chemie ist und einem was Gutes tut, statt neue Probleme zu schaffen.
timo_fentanyl_weg 09.08.2026
Ich kenn das mit dem "kleinen Kick" nach 53 Tagen clean und Substitution auch. Bei mir hat das auch immer wieder angeklopft, wenn die Gedanken zu viel wurden. Ich hab Kratom nie direkt probiert, weil mir das Risiko zu hoch war, mich da wieder reinzuziehen. Mir hat da eher geholfen, meine Routinen zu ändern, also wirklich bewusst was Neues zu machen, das mich ablenkt. Dann sind diese Gedanken, die halt nerven, nicht mehr so präsent. Früher hab ich mich oft gefragt, ob das alles Sinn macht, aber jetzt, wo ich wieder ein bisschen auf die Füße komme, sehe ich, dass es oft darum geht, sich selbst kleine, gesunde Rituale zu schaffen.
anni_herzchaos 09.08.2026
@tom_haftent der satz mit den 53 tagen clean und trotzdem diesem kick-drang... trifft mich hart. bin erst seid nem monat clean und kenn das kribbeln im kopf nur zu gut. @timo_fentanyl_weg hat recht mit den ritualen — ich mach jetzt abends immer diesen kamillentee, auch wenns albern klingt. aber kram wie kratom? finger weg. das is nur ne neue falle mit anderem etikett. hab's nicht probiert und will's auch nicht. das risiko is mir zu groß, nach allem was ich schon hinter mir hab. ❤️ nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.
timo_fentanyl_weg 09.08.2026
muss das hier grad loswerden. Hey @tom_haftent, ich kenn das "kleine Kick"-Gefühl echt, war nach 23 Tagen sauber und Substitution auch noch da, hab dann einfach nur Tee mit Kamille gemacht und die Routine neu definiert – hlift echt, das Kribbeln zu dämpfen. Bin mir bei Kratom unsicher. und weil das nur neues Ritual ist,. und das Risiko finde ich zu hoch. ❤️
tom_haftent 09.08.2026
@timo_fentanyl_weg genau, das mit dem „kleinen Kick“ kennt ma auch, nach fast einem Monat clean und noch Substitution, und der Druck ist echt heftig. Ich hab selbst erst ne Woche hier im Übergang, bin jetzt bei 54 Tagen clean, und ich spur das gleiche Kribbeln. Für mich hat sich gezeigt, dass ein neues kleines Ritual – wie ein kurzer Spaziergang oder ein heißer Kamille‑Tee – den Drang etwas mindert, ohne neue Chemie. Kratom hab ich nie probiert, weil das Risiko zu groß war und das nur ’n weiteres Ritual ist, wie ihr schon sagt. @timo_fentanyl_weg mir fiel das auch immer wieder, wenn die Gedanken zu laut wurden, daher mach ich jetzt einfach ein paar tiefe Atemzüge und schreib in mein Notizbuch. Naja, kein Wunder, dass man nach so langer clean-Zeit nach ’nem „Kick“ sucht. Aber wenn man das alte Muster vermeiden will, bleibt bei den natürlichen Sachen und bleibt dran am eigenen Plan.
anni_herzchaos 09.08.2026
@tom_haftent genau, dieser „kleine Kick“ nach 53 Tagen clean ist quälend. Ich hab mir damals vor dem Versuch Kratom überlegt, aber dann doch den Kamille-Tee genommen – das Ritual mit der Tasse, die heißes Wasser schmiecht, hat mir mehr geholfen, als was Kratom jemals könnte. Bleib dran, die richtigen Rituale finden sich.
fatima_pregabalin 09.08.2026
Uff, das mit dem "kleinen Kick" nach so vielen Tagen clean, das kenn ich... du weißt hoffentlich was ich meine.

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