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Öffentlich lesbarer Thread
Wie hat sich die Betreuung seit den 80ern wirklich verändert
Von werner_alte_schulevor 1 Std.💬 0❤️ 0
schreib vom handy, sry für tippfehler
Also, ich sitz hier am Fenster meiner geförderten Wohnung, die Sonne macht die grauen Mauern fast ein bisschen weicher und ich denke über die letzten Wochen nach – jetzt bin ich seit 23 Tagen clean. Das ist für mich fast ein kleines Wunder, wenn man bedenkt, dass ich seit den späten 70ern durch die Berliner Westseite gezogen bin, von den ersten „Kitteln“ bis zu den wilden Clubnächten der 80er. Damals war das Hilfesystem eher ein Labyrinth aus Anonymen, ein paar Selbsthilfegruppen und ein paar Ärzte, die meistens nur „Absetzen“ meinten, ohne viel Begleitung. Ich erinnere mich an die ersten Entgiftungen, das war ein ganz anderer Alltag: kaum Nachsorge, kaum Therapie, und wenn man dann mal in ’ne Tagesklinik kam, war das eher ein Ort zum „Durchhalten“, nicht zum Verstehen.
Heute gibt’s Polamidon‑Substitution, regelmäßige Psychotherapie, und sogar Peer‑Support‑Gruppen, die per Zoom laufen, wenn man mal nicht raus will. Trotzdem spüre ich oft dieselbe Leere, wenn ich abends über den Hinterhof gehe und das alte Graffiti sehe – das gleiche Gefühl von Isolation, das ich damals hatte. Und das fragt mich: Was hat sich wirklich verbessert, und wo bleibt die alte, raue Realität, die wir nie ganz loslassen können? Habt ihr das Gefühl, dass die neuen Angebote die alten Probleme wirklich lösen, oder sind wir nur in neue Strukturen eingepasst, die trotzdem dieselben Lücken haben? Ich bin gespannt, was ihr dazu meint. 🙏
Wie hat sich die Betreuung seit den 80ern wirklich verändert
Von werner_alte_schule · · 0 Antworten · 0 Reaktionen
schreib vom handy, sry für tippfehler
Also, ich sitz hier am Fenster meiner geförderten Wohnung, die Sonne macht die grauen Mauern fast ein bisschen weicher und ich denke über die letzten Wochen nach – jetzt bin ich seit 23 Tagen clean. Das ist für mich fast ein kleines Wunder, wenn man bedenkt, dass ich seit den späten 70ern durch die Berliner Westseite gezogen bin, von den ersten „Kitteln“ bis zu den wilden Clubnächten der 80er. Damals war das Hilfesystem eher ein Labyrinth aus Anonymen, ein paar Selbsthilfegruppen und ein paar Ärzte, die meistens nur „Absetzen“ meinten, ohne viel Begleitung. Ich erinnere mich an die ersten Entgiftungen, das war ein ganz anderer Alltag: kaum Nachsorge, kaum Therapie, und wenn man dann mal in ’ne Tagesklinik kam, war das eher ein Ort zum „Durchhalten“, nicht zum Verstehen.
Heute gibt’s Polamidon‑Substitution, regelmäßige Psychotherapie, und sogar Peer‑Support‑Gruppen, die per Zoom laufen, wenn man mal nicht raus will. Trotzdem spüre ich oft dieselbe Leere, wenn ich abends über den Hinterhof gehe und das alte Graffiti sehe – das gleiche Gefühl von Isolation, das ich damals hatte. Und das fragt mich: Was hat sich wirklich verbessert, und wo bleibt die alte, raue Realität, die wir nie ganz loslassen können? Habt ihr das Gefühl, dass die neuen Angebote die alten Probleme wirklich lösen, oder sind wir nur in neue Strukturen eingepasst, die trotzdem dieselben Lücken haben? Ich bin gespannt, was ihr dazu meint. 🙏