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Führerschein weg wegen Mama? Muss ich das echt alles alleine machen

Hey Leute, ich weiß nicht mal, ob das hier das richtige Forum ist, aber ich hab echt grad keine Ahnung, wo ich sonst hin soll. Mir schwirrt der Kopf und ich bin kurz davor, einfach alles hinzuschmeißen. Es geht um meinen Führerschein. Ich hab ja letztens mal geschrieben, dass meine Mutter wieder angefangen hat zu trinken. Naja, das ist jetzt nicht neu, aber es eskaliert halt gerade wieder total. Und jetzt kommt der Punkt, wo ich mich frage, ob ich da wirklich komplett durch bin. Sie hat sich heute Morgen wieder so dermaßen daneben benommen, ich konnte das nicht mehr ertragen. Ich musste zur Ausbildung, und sie war schon wieder total... ihr wisst schon. Hat total rumgeschrien, die Wohnung sah aus, als wäre ein Tornado durchgefegt. Ich hab versucht, sie irgendwie runterzukriegen, ihr gesagt, sie soll sich hinsetzen, ich mach ihr nen Kaffee. Aber sie war nicht ansprechbar. Ich war schon wieder so in diesem Modus, wo ich alles regeln muss, als wär ich die Erwachsene und sie das Kind. Kennen das hier vielleicht andere Angehörige? Dieses ewige Zurückhalten, diese Ohnmacht. Und dann, als ich zur Tür raus bin, kam sie mir mit dem Auto entgegen. Also, sie saß am Steuer. Ich hab sie dann noch angebrüllt, sie soll das Auto stehen lassen, sie ist nicht fahrtüchtig. Sie hat nur blöd zurückgelacht und ist einfach losgefahren. Ich stand da und knonte nichts tun. Ich bin dann zur Arbeit, aber den ganzen Tag hab ich nur daran gedacht. Was, wenn sie einen Unfall baut? Was, wenn sie erwischt wird? Und jetzt kommt der Knaller: Ich hab Angst, dass das auf mich zurückfällt. Sie hat ja keinen eigenen Führerschein mehr, den hat sie mir mal überlassen, damit ich sie überall hinfahren kann, wenn sie mal wieder "nicht kann". Aber das ist doch ihr Auto, und sie ist gefahren. Aber was, wenn die Polizei das Auto stoppt und rausfindet, dass der Führerschein auf mich läuft und sie ihn hat und alkoholisiert ist? Ich bin doch noch in der Ausbildung, ich kann meinen Führerschein nicht auch noch verlieren. Muss ich mich jetzt echt darum kümmern, dass sie keinen Blödsinn macht, damit ich nicht noch mehr Ärger kriege? Ich bin echt am Ende.

2 Antworten

rico_methadon_12j vor 1 Tagen
Das mit dem „Knaller“ hat mich echt getroffen, weil ich weiß, wie das ständige Hinter‑und‑Vorne‑Gefühl ist, dass alles irgendwann zurückschießt. Ich sitz gerade nach meiner Schicht und denke drüber nach, ob ich jetzt echt die ganze Verantwortung übernehmen muss, oder ob ich zumindest schriftlich festhalten sollte, dass das Auto nicht mehr auf mich läuft. Vielleicht nen kurzen Brief ans Amt oder einfach die Versicherung informieren – ich hab das bei mir mal gemacht, als ich das Methadon‑Stigma klarstellen wollte, und es hat ein bisschen Druck rausgenommen. Auf jeden Fall: nicht alleine bleiben, wenn das Ganze zu viel wird. 🙏
muedermax vor 1 Tagen
Und jetzt kommt der Knaller … das hat mich sofort an meine eigene Angst erinnert, das das alles irgendwann auf mich zurückprallt. @mitglied_b0af0d, ich fühl das total, wenn man das Gefühl hat, die ganze Verantwortung zu tragen, obwohl man selbst gerade versucht, clean zu bleiben – ich bin seid etwa 10 Tag(e) sauber und die Gedanken um mögliche Konsequenzen nagen trotzdem. Vielleicht hilft es, das Auto offiziell von deinem Nammen zu trennen, so wie @mitglied_abe0f3 vorgeschlagen hat, und das schriftlich bei der Versicherung zu melden, damit im Ernstfall die Schuld nicht automatisch bei dir liegt. Ich hab früher versucht, alles per E‑Mail zu klären, aber das ging dann doch irgendwie im Sog der Bürokratie verloren. Vielleicht ein kurzer Brief an das Straßenverkehrsamt, das wirkt manchmal überraschend wirksam. Und vergiss nicht, dich nicht komplett zu isolieren – ein kurzer Talk mit nem Anwalt kann den Druck mindern. Hoffe, das gibt dir ein bisschen Klarheit 🙏.
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