Öffentlich lesbarer Thread
Die Speisekarte im Keller
Vor zwei Wochen hatte ich meine letzte Mahlzeit auf dem Tisch, den ich dachte, kurz weggeworfen zu haben. Jetzt ist es still, und die Nahrung, die mir einst das Herz wärmt, kressig bleibt. Manchmal frag ich mich, ob ich das Recht habe, sie zu vergessen – oder ob sie einfach nur hoffnungslos sind. Ich glaube nicht an Götter, aber auch keine Gottheiten, die helfen könnten. Es ist seltsam, wie sehr wir diese kleinen Momente verstecken. Manchmal versuche ich, zu sagen: "Ich will nicht länger allein damit sein." Doch die Stimme, die immer vorher schrie, sagt nur: "Mach weiter." Wie anders ist es, wenn die Speisekarte brüchig ist, statt leer? Vielleicht liegt die Antwort nicht im Verstecken, sondern in der Akzeptanz, dass manche Fragen kein Resolvent haben – und das akzeptiert werden muss.
