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Sonntagsblues und der Griff zum Handy

Also, ich sitz hier gerade in meiner kleinen Berliner Wohnung, es ist Sonntagabend, und ich hab das Gefühl, ich haeng gerade richtig fest. Die letzten Tage waren echt krass, ich hab in der Kantine gearbeitet, und die Leute, die da kommen, die haben alle ihre eigenen Probleme, aber ich hab mich heute so gefuehlt, als ob ich der Einzige bin, der seine ganze Seele in kleine Stücke zerlegt hat. Ich mein, ich bin jetzt seit 272 Tagen clean, und das ist echt ein Erfolg, oder? Aber manchmal, wie heute, kommt mir dieser Gedanke, dass ich vielleicht doch nicht so stark bin, wie ich dachte. Ich hab das Handy in der Hand, und ich denk mir, warum nicht einfach mal reinschauen, ob vielleicht noch was von den alten Zeiten uebrig ist. Ich mein, ich hab mich nicht mehr gemeldet, bin aus dem ganzen Kreis raus, aber manchmal, wie heute, hab ich das Gefühl, ich brauch was, was mich zurückzieht, was mich wieder in diese Welt reinzieht. Und dann denk ich, nein, mach keinen Quatsch. und du bist clean,. und das ist es, was zaehlt. Aber wie geht ihr damit um? Wie kriegt man den Sonntagsblues aus dem Kopf, wenn man das Gefuehl hat, man ist der Einzige, der seinen Kampf alleine kämpft? Ich will nicht wieder in die alte Welt zurück, aber manchmal ist es so schwer, nicht an all das zu denken, was ich hinter mir gelassen hab. Ich wuerde echt gerne wissen, wie ihr mit so was umgeht, oder ob ich einfach nur ein Weichei bin, das zu viel nachdenkt. Naja, ich halt mich dann mal an meine neuen Gewohnheiten und hoffe, dass morgen ein besserer Tag wird. 😔 nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.

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