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Öffentlich lesbarer Thread
Samstagabend und das Glas Wein, das ich nicht trinke
Von Milavor 2 Std.💬 0❤️ 0
Sitz hier auf dem Balkon, Nachbarn grillen und lachen, Glaser klirren, und ich hab meinen Ingwertee in der Hand wie nen Preis. 309 Tage clean – klingt immer noch irre, wenn ich's sag. Früher war Samstag der Tag, an dem alles losging. Lines vor dem Pre-Gaming, dann Club, dann Afterhour, dann Montag funktionieren wie nix war. Alkohol war dabei nur Beifahrer, nie der Driver. Aber heute? Heute merk ich, wie sehr mir das Ritual fehlt. Nicht der Rausch. Das Zugehoren. Wenn alle anstoßen und ich hebe meine Tasse, fühlt sich an wie Fremdkörper im eigenn Leben.
Letzte Woche auf nem Geburtstag hat mich jemand gefragt: "Warum trinkst du nicht mal ein Glas? Du warst doch nie alkoholkrank." Hab nur gelachelt und "vertrag ich nicht" gemurmelt. Die Wahrheit ist: Ich trau mir nicht. Ein Glas wird zwei, zwei werden "och egal", und plötzlich sitz ich wieder im Badezimmer und such nach was, das den Lärm im Kopf leiser macht. Klingt paranoid? Vielleicht. Aber ich kenn mich. Meine Sucht war nie wählerisch beim Mittel.
Wie handhabt ihr das? Trinkt ihr gar nix mehr? Oder gibt's Leute, die nach Coke clean können sozial trinken, ohne dass's kippt? Ich such keine Erlaubnis. Nur ehrliche Erfahrungen. Weil ich langsam das Gefühl hab, ich muss mir das neu erfinden – dieses "normal sein" am Samstagabend. Und ich hab ehrlich gesagt keinen Plan, wie das aussieht.
Samstagabend und das Glas Wein, das ich nicht trinke
Von Mila · · 0 Antworten · 0 Reaktionen
Sitz hier auf dem Balkon, Nachbarn grillen und lachen, Glaser klirren, und ich hab meinen Ingwertee in der Hand wie nen Preis. 309 Tage clean – klingt immer noch irre, wenn ich's sag. Früher war Samstag der Tag, an dem alles losging. Lines vor dem Pre-Gaming, dann Club, dann Afterhour, dann Montag funktionieren wie nix war. Alkohol war dabei nur Beifahrer, nie der Driver. Aber heute? Heute merk ich, wie sehr mir das Ritual fehlt. Nicht der Rausch. Das Zugehoren. Wenn alle anstoßen und ich hebe meine Tasse, fühlt sich an wie Fremdkörper im eigenn Leben.
Letzte Woche auf nem Geburtstag hat mich jemand gefragt: "Warum trinkst du nicht mal ein Glas? Du warst doch nie alkoholkrank." Hab nur gelachelt und "vertrag ich nicht" gemurmelt. Die Wahrheit ist: Ich trau mir nicht. Ein Glas wird zwei, zwei werden "och egal", und plötzlich sitz ich wieder im Badezimmer und such nach was, das den Lärm im Kopf leiser macht. Klingt paranoid? Vielleicht. Aber ich kenn mich. Meine Sucht war nie wählerisch beim Mittel.
Wie handhabt ihr das? Trinkt ihr gar nix mehr? Oder gibt's Leute, die nach Coke clean können sozial trinken, ohne dass's kippt? Ich such keine Erlaubnis. Nur ehrliche Erfahrungen. Weil ich langsam das Gefühl hab, ich muss mir das neu erfinden – dieses "normal sein" am Samstagabend. Und ich hab ehrlich gesagt keinen Plan, wie das aussieht.