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Öffentlich lesbarer Thread
Wenn er wieder die Flasche leert – wie halte ich mich selbst im Zaum
Von 14felixvor 23 Std.💬 4❤️ 2
Morgen, ich bin total geplatzt, weil ich das Gefühl hab, meine eigenen Grenzen verlieren. Mein Vater hat gestern wieder um halb acht nach der Arbeit die Flasche gezückt, und ich stand da, während er das Glas immer wieder nachfüllte, als wär das alles normal. Ich hab ihm schon tausendmal gesagt, das geht mir zu nah, aber jedes Mal klingt es irgendwie wie ein Flüstern im Sturm.
Heute Vormittag war dann die Schule – ich hab mich total konzentriert, weil ich eigentlich eine Mathearbeit schreiben muss, aber die Gedanken an das Klirren der Gläser im Wohnzimmer lassen mich nicht los. Ich hab das Handy geknippt, das Bild von seiner Hand, die die Flasche hält, und hab’s einfach in den Chat gepackt, weil ich nicht mehr weiß, wo ich sonst noch meine Frust rauslassen soll.
Ich frage mich gerade, ob das normal ist, dass ich mich so leer fühle, wenn er trinkt, und dann plötzlich Angst kriege, dass ich selbst irgendwann genauso enden könnte. Ich seh meine Freunde, die am Wochenende feiern, und ich fühl mich wie ein stiller Beobachter, der nie wirklich teilnimmt, weil ich Angst hab, dass das nächste Glas mich irgendwie in den Abgrund zieht.
Wie schafft ihr es, nicht in den Strudel zu ziehen, wenn das Trinken eurer Liebsten euch immer wieder an die eigenen Grenzen erinnert? Gibt’s kleine Tricks, um den eigenen Kopf zu beruhigen, bevor man das Gefühl hat, gleich zu brechen? Ich brauch echt ein bisschen Halt, sonst dreh ich hier immer weiter im Kreis.
Danke, wenn ihr eure Erfahrungen teilt. 🙏
4 Antworten
ralf_xvor 16 Std.
(lese mich noch durch den thread, aber direkt mal was dazu)
@14felix, das mit dem leeren Gefühl kenne ich zu gut – jedes Mal, wenn mein Vater wieder an die Flasche geht, spür ich dieses Vakuum im Bauch und plötzlich die Angst, selbst irgendwann den gleichen Weg zu gehen. Ich bin jetzt seit 2 Monate clean, und manchmal packt mich das doch nciht weniger, weil die Erinnerung immer da ist. Was mir hilft, ist kurz die Hände zu waschen, tief durchatmen und sich bewusst zu sagen, das das nicht meine Zukunft definiert. Vielleicht hilft dir das ja ein bisschen 😊. Wie gehst du sonst mit den Momenten um?
14felixvor 12 Std.
@ralf_x, das mit dem leeren Gefühl und der Angst, selbst den gleichen Weg zu gehen, kenn ich auch. Ich hab letztes Wochenende wieder so eine Szene mit meinem Vater erlebt und danach Stunden gebraucht, um mich wieder zu beruhigen. Ich finds echt krass, dass du das mit den Händen waschen und tief durchatmen probierst - das klingt nach einer guten Idee, die ich auch mal ausprobieren werde. Ich hab mich auch schon gefragt, ob das normal ist, dass ich mich so leer fühle, wenn mein Vater trinkt. Es ist, als würde ein Teil von mir verschwinden, wenn ich sehe, wie er sich selbst zerstört. Ich glaube, ich muss mich einfach daran erinnern, dass ich nicht er bin und dass ich meine eigenen Entscheidungen treffe.
ralf_xvor 12 Std.
Das leere Gefühl, das du beschreibst, kennt mich wirklich – jedes Mal, wenn mein Vaetr die Flasche leert, spür ich dieses Vakuum im Magen und dann die Angst, irgendwann selbst dort zu landen. @14felix, das mit dem „Teil von mir verschwindet“ ist bei mir fast jeden Abend dabei, wenn ich das Klirren höre. Was mir manchmal hilft, ist, sofort nach dem Geräusch die Dusche anzudrehen, das Wasser macht das Kopfgeräusch leiser und gibt mir ein paar Minuten zum Durchatmen. Auch wenn ich gerade erst 2 Monate clean bin, merke ich, dass kleine Routinen wie das Tasse‑Wasser‑nach‑dem‑Trinken‑Ritual echt den Strudel abbrechen können. Vielleicht probierst du das mal? 😊
03_petervor 6 Std.
Das leere Gefühl, das du so beschrieben hast – „wenn er trinkt, fühl ich mich leer und plötzlich Angst, selbst genauso zu enden“ – das hat mich echt getroffen. Ich bin jetzt seit 170 Tagen trocken und merke, dass das Vakuum manchmal plötzlich erscheint, wenn ich das Klirren höre. Was bei mir hilft, ist ein kurzer Lauf um die Ecke, dann erstmal ein Glas Wasser und bewusst tief einatmen, fast wie ein kleines Reset. Für heute reicht das, aber ich versuch auch, die Routine nach dem Geräusch zu nutzen, damit der Strudel nicht wieder startet. Vielleicht ein kleiner Schritt für dich? 🙏
Wenn er wieder die Flasche leert – wie halte ich mich selbst im Zaum
Von 14felix · · 4 Antworten · 2 Reaktionen
Morgen, ich bin total geplatzt, weil ich das Gefühl hab, meine eigenen Grenzen verlieren. Mein Vater hat gestern wieder um halb acht nach der Arbeit die Flasche gezückt, und ich stand da, während er das Glas immer wieder nachfüllte, als wär das alles normal. Ich hab ihm schon tausendmal gesagt, das geht mir zu nah, aber jedes Mal klingt es irgendwie wie ein Flüstern im Sturm.
Heute Vormittag war dann die Schule – ich hab mich total konzentriert, weil ich eigentlich eine Mathearbeit schreiben muss, aber die Gedanken an das Klirren der Gläser im Wohnzimmer lassen mich nicht los. Ich hab das Handy geknippt, das Bild von seiner Hand, die die Flasche hält, und hab’s einfach in den Chat gepackt, weil ich nicht mehr weiß, wo ich sonst noch meine Frust rauslassen soll.
Ich frage mich gerade, ob das normal ist, dass ich mich so leer fühle, wenn er trinkt, und dann plötzlich Angst kriege, dass ich selbst irgendwann genauso enden könnte. Ich seh meine Freunde, die am Wochenende feiern, und ich fühl mich wie ein stiller Beobachter, der nie wirklich teilnimmt, weil ich Angst hab, dass das nächste Glas mich irgendwie in den Abgrund zieht.
Wie schafft ihr es, nicht in den Strudel zu ziehen, wenn das Trinken eurer Liebsten euch immer wieder an die eigenen Grenzen erinnert? Gibt’s kleine Tricks, um den eigenen Kopf zu beruhigen, bevor man das Gefühl hat, gleich zu brechen? Ich brauch echt ein bisschen Halt, sonst dreh ich hier immer weiter im Kreis.
Danke, wenn ihr eure Erfahrungen teilt. 🙏
4 Antworten
ralf_x ·
(lese mich noch durch den thread, aber direkt mal was dazu)
@14felix, das mit dem leeren Gefühl kenne ich zu gut – jedes Mal, wenn mein Vater wieder an die Flasche geht, spür ich dieses Vakuum im Bauch und plötzlich die Angst, selbst irgendwann den gleichen Weg zu gehen. Ich bin jetzt seit 2 Monate clean, und manchmal packt mich das doch nciht weniger, weil die Erinnerung immer da ist. Was mir hilft, ist kurz die Hände zu waschen, tief durchatmen und sich bewusst zu sagen, das das nicht meine Zukunft definiert. Vielleicht hilft dir das ja ein bisschen 😊. Wie gehst du sonst mit den Momenten um?
14felix ·
@ralf_x, das mit dem leeren Gefühl und der Angst, selbst den gleichen Weg zu gehen, kenn ich auch. Ich hab letztes Wochenende wieder so eine Szene mit meinem Vater erlebt und danach Stunden gebraucht, um mich wieder zu beruhigen. Ich finds echt krass, dass du das mit den Händen waschen und tief durchatmen probierst - das klingt nach einer guten Idee, die ich auch mal ausprobieren werde. Ich hab mich auch schon gefragt, ob das normal ist, dass ich mich so leer fühle, wenn mein Vater trinkt. Es ist, als würde ein Teil von mir verschwinden, wenn ich sehe, wie er sich selbst zerstört. Ich glaube, ich muss mich einfach daran erinnern, dass ich nicht er bin und dass ich meine eigenen Entscheidungen treffe.
ralf_x ·
Das leere Gefühl, das du beschreibst, kennt mich wirklich – jedes Mal, wenn mein Vaetr die Flasche leert, spür ich dieses Vakuum im Magen und dann die Angst, irgendwann selbst dort zu landen. @14felix, das mit dem „Teil von mir verschwindet“ ist bei mir fast jeden Abend dabei, wenn ich das Klirren höre. Was mir manchmal hilft, ist, sofort nach dem Geräusch die Dusche anzudrehen, das Wasser macht das Kopfgeräusch leiser und gibt mir ein paar Minuten zum Durchatmen. Auch wenn ich gerade erst 2 Monate clean bin, merke ich, dass kleine Routinen wie das Tasse‑Wasser‑nach‑dem‑Trinken‑Ritual echt den Strudel abbrechen können. Vielleicht probierst du das mal? 😊
03_peter ·
Das leere Gefühl, das du so beschrieben hast – „wenn er trinkt, fühl ich mich leer und plötzlich Angst, selbst genauso zu enden“ – das hat mich echt getroffen. Ich bin jetzt seit 170 Tagen trocken und merke, dass das Vakuum manchmal plötzlich erscheint, wenn ich das Klirren höre. Was bei mir hilft, ist ein kurzer Lauf um die Ecke, dann erstmal ein Glas Wasser und bewusst tief einatmen, fast wie ein kleines Reset. Für heute reicht das, aber ich versuch auch, die Routine nach dem Geräusch zu nutzen, damit der Strudel nicht wieder startet. Vielleicht ein kleiner Schritt für dich? 🙏