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Öffentlich lesbarer Thread

Als der Urlaub zur neuen Hölle wurde?

Also, wir sind gerade wieder zuruck von einem Wochenende weg, und irgendwie fuhlt sich alles an wie nach einer Nacht, die man am liebsten vergisst. 😅 Es war nicht mal schlimm, dieser Urlaub. Wir waren mit den Kids bei meiner Oma in der Eifel, gut essen, spazieren gehen, das ganze Zeug. Aber irgendwie wurde das alles zur zweiten Achillesferse für meinen Mann. Der jetzt seit fast drei Jahren trocken ist, erzahlt ja noch ‘ne Menge, aber an Stressfrequenzen hat sich nicht viel geändert. Am dritten Tag merkt er, dass er angeknabbert wird. Nicht von Alkohol – nein, klar – sondern von dieser seltsamen Mischung aus Langeweile, die ihn packt, wenn nichts passiert. Und dann ist da noch diese Stille. Bei uns zu Hause ist es laut, voller Kinder, aber hier ist es so leise, dass selbst das Rascheln von Blättern komisch ist. Er wurde anfangs nervös, dann irgendwie abgestumpft. Ich hab gesehen, wie er sich hingekehrt hat, weil er nicht weiter wusste, was er sagt. Am vierten Tag hat er das erste Mal seit Jahren um 16 Uhr gefragt: „Brauchen wir noch was?“ Und dann hat er in die Kneipe geschaut, die direkt neben dem Campingplatz ist. Nicht, um hinein zu gehen, nein, er würde niemals – aber er hat angesehen, wie Leute rauchten, wie sie lachten, wie sie einfach so eine Flasche hinhielten und mude weitertranken. Ich hab ihn nicht losgelassen. Aber irgendwie war ich hilflos. Weil ich wusste: das ist die neue Form des Krieges, denn der ist immer noch da. Wie macht ihr das eigentlich? Wenn der Urlaub nicht entspannen will, sondern erinnert. An alles. 💔
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