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Öffentlich lesbarer Thread

Wenn das Aufräumen im WG‑Keller plötzlich zum Trigger wird...

Gestern war ich wieder mal im Keller der WG, weil die Waschmaschine wieder ein Eigenleben führt und ich das ganze Chaos dort oben nicht mehr ertragen kann. Während ich die leeren Kartons von meinem alten Kram sortiert hab, kam plötzlich das Geräusch von Mamas Stimme aus meinem Handy – sie hatte wieder die Flasche gekippt und rief an, ob ich was zu essen bringen kann. Ich hab das Handy sofort auf lautlos gestellt, weil ich keinen Bock hatte, das Gespräch jetzt zu führen, und dann fiel mir die alte Foto‑Collage von uns beiden beim Familienpicknick ein. Da war sie noch relativ nüchtern, wir haben gelacht, ich hab ihr ein Eis gekauft und das war das schönste Gefühl, das ich seit Ewigkeiten gespürt habe. Aber das Bild hat mich voll aus der Bahn geworfen. Ich stand da, umgeben von leeren Wasserflaschen und alten Zeitschriften, und plötzlich pack schlägt sich die Schuld in meinem Kopf, weil ich eigentlich nur meine Sachen wegräumen wollte und nicht wieder in die alte Geschichte zurückgezogen werde. tbh, ich fühle mich oft wie ein zerbrechlicher Knoten, der ständig reißt, wenn irgendwas an die Vergangenheit erinnert. Habt ihr schon mal erlebt, dass ein ganz normaler Haushaltstrick – wie das Aufräumen oder das Wäschewaschen – plötzlich zu einem Trigger wird? Wie schafft ihr es, in solchen Momenten nicht sofort in alte Muster zu fallen? Ich versuch gerade, mir klarzumachen, dass ich mir auch mal Zeit für mich nehmen darf, ohne dass ich mich schuldig fühle, weil ich nicht sofort für Mama da bin. 🙏
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