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Sonntagmorgen und der Kopf macht schon wieder Theater
Von david76vor 2 Std.💬 0❤️ 0
Wach seit 5:30, weil der Magen sich meldet — nicht vor Hunger, sondern vor diesem komischen Druck, den ich mittlerweile so gut kenne. Mein Verlobter schläft noch, atmet ruhig, und ich lieg hier und hör das Regenrauschen gegen das Fenster. Eigentlich schön. Eigentlich der Moment, wo man denkt: okay, du hast es geschafft, 4 Monate jetzt, du liegst hier trocken und sicher. Aber der Kopf. Der Kopf erzählt was anderes. Er flüstert: ein Bier würde jetzt gar nicht schaden, nur eins, zum Runterkommen. Und parallel dieses andere Stimme: ess einfach was, kotz dich leer, dann ist Ruhe. Beides gleichzeitig. Das ist das Krasseste eigentlich, dass die Sucht nicht weg ist, nur weil man nicht mehr trinkt. Sie wandert nur. Gestern abend beim Griechen mit Freunden war ich kurz davor, beim Ouzo zuzugreifen. Hab Wasser bestellt. Hände gezittert. Niemand hat's gemerkt. Mein Verlobter fragt später: alles okay? Und ich sag: ja, klar. Lüge. Heute früh jetzt: Kaffee, Zigarette am Fenster, und ich versuch einfach nur zu atmen. Kein Plan, wie der Tag wird, aber ich bleib hier. Das muss reichen.
Sonntagmorgen und der Kopf macht schon wieder Theater
Von david76 · · 0 Antworten · 0 Reaktionen
Wach seit 5:30, weil der Magen sich meldet — nicht vor Hunger, sondern vor diesem komischen Druck, den ich mittlerweile so gut kenne. Mein Verlobter schläft noch, atmet ruhig, und ich lieg hier und hör das Regenrauschen gegen das Fenster. Eigentlich schön. Eigentlich der Moment, wo man denkt: okay, du hast es geschafft, 4 Monate jetzt, du liegst hier trocken und sicher. Aber der Kopf. Der Kopf erzählt was anderes. Er flüstert: ein Bier würde jetzt gar nicht schaden, nur eins, zum Runterkommen. Und parallel dieses andere Stimme: ess einfach was, kotz dich leer, dann ist Ruhe. Beides gleichzeitig. Das ist das Krasseste eigentlich, dass die Sucht nicht weg ist, nur weil man nicht mehr trinkt. Sie wandert nur. Gestern abend beim Griechen mit Freunden war ich kurz davor, beim Ouzo zuzugreifen. Hab Wasser bestellt. Hände gezittert. Niemand hat's gemerkt. Mein Verlobter fragt später: alles okay? Und ich sag: ja, klar. Lüge. Heute früh jetzt: Kaffee, Zigarette am Fenster, und ich versuch einfach nur zu atmen. Kein Plan, wie der Tag wird, aber ich bleib hier. Das muss reichen.