Öffentlich lesbarer Thread
Wenn der Hund plötzlich zum Therapiehund wird
Moin, ich mach gerade ne kleine Runde mit Buster am Deich, der Wind zieht wie ublich und ich denk über das vergangene Jahr nach. Seit 11 Monaten bin ich clean, das fühlt sich immer noch komisch an, irgendwie wie ne neue Haut, die noch nicht richtig sitzt. Gestern Abend war ich total niedergeschlagen, irgend ne alte Erinnerung kam hoch und ich fühlte mich wieder wie vor nem Jahrzehnt, als ich noch beim Hafenkran gehangen hab. Buster, mein alter Schaferhund, hat das sofort gemerkt. Er blieb einfach stehen, legte den Kopf auf mein Knie und schaute mich an, als wollte er sagen: „Kopf hoch, Alter, wir schaffen das.“ Das hat mich irgendwie beruhigt, obwohl ich sonst selten über Gefuhle rede. Heute morgen beim Spazieren ging er wieder vor mir her, schnüffelte an jedem Grashalm und plotzlich blieb er stehen, bellte kurz und lief dann zurück zu mir, als hätte er gesagt: „Los, lass uns weitergehen.“ Ich musste schmunzeln, weil er mich irgendwie besser kennt als ich mich selbst. Kennt irgendjemand von euch das Gefühl, das das Haustier irgendwie zum stillen Coach wird? Habt ihr auch solche Momente, wo das Tier einfach da ist, ohne Worte, und euch den Rückhalt gibt? Oder seid ihr eher allein mit euren Gedanken? Ich... musste das grad einfach mal rauslassen.
