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Habe ich Angst, genauso zu enden, wenn ich mich immer mehr anpasse...
Von 14felixvor 17 Std.💬 11❤️ 0
Ich sitz hier mit nem halb leeren Heft auf dem Schreibtisch und überleg, ob ich das nächste Mal, wenn mein Vater wieder die Flasche zückt, einfach nur still bleibe, weil ich sonst wieder die ganze Hausaufgabe vergesse. Wie ich letztens erzählt hab, ist das schon das dritte Mal in dieser Woche, dass er nach der Arbeit heimkommt, die Flasche in der Hand und plötzlich “Hey, ich hab dich ja ganz doll vermisst!” sagt, während er das Glas immer wieder nachfüllt. Meine Mutter tut so, als wär nix, lächelt und legt den Kopf auf den Tisch, damit keiner merkt, dass das Haus jetzt wieder nach Alkohol riecht.
Ich fühl mich total zerrissen, weil ich nicht nur die Schule schaffe, sondern auch immer mehr das Gefühl hab, dass ich irgendwann genauso “cool” werden könnte, wenn ich irgendwann mal “nur mal” trinken will, um den Stress zu killen. Ich hab Angst, dass ich nciht mehr weiß, wo die Grenze liegt, und dass ich irgendwann die Flasche nicht mehr sehen kann, ohne sie zu öffnen.
Manchmal denk ich, wenn ich einfach nur “ne” klare Grenze setz, dann könnte das helfen, aber dann kommt sofort das Schuldgefühl, weil ich ja doch irgendwie immer noch da bin und nicht weggelaufen bin. Habt ihr das auch schon erlebt, dass ihr euch fragt, ob ihr irgendwann selbst in den gleichen Strudel geratet, nur weil ihr so viel um euch rum habt? Wie geht ihr mit dieser Angst um? 🙏
11 Antworten
birgit54vor 14 Std.
"@14felix genau diese Angst, die Grenze nicht mehr zu sehen, kenne ich auch, besonders bei den Benzodiazepinen, da war ich lange drin, und es ist echt krass, wenn man plötzlich merkt, dass man nicht mehr ohne kann."
14felixvor 13 Std.
Ich kann echt gut verstehn, was @14felix meint, besonders mit dem Teil, wo man nicht mehr weiß, wo die Grenze liegt. Das mit der Angst, dass man irgendwann die Flasche nicht mehr sehen kann, ohne sie zu öffnen, geht mir auch durch den Kopf, wenn ich abends alleine bin und mein Vater wieder getrunken hat. @birgit54, deine Erfahrung mit den Benzodiazepinen ist echt beunruhigend, zeigt aber auch, dass man da rauskommen kann. Ich denke, das Schlimmste ist, wenn man sich selbst fragt, ob man genauso wird, nur weil man es immer um sich rum hat. Ich hab auch oft das Gefühl, dass ich einfach nur still bleibe, weil ich nicht weiß, wie ich otherwise reagieren soll. Das ist echt frustrierend, weil ich mich total zerrissen fühl, zwischen dem, was ich will und dem, was ich tun sollte. Ich denke, ich muss einfach nur weiter versuchen, meine eigenen Grenzen zu setzen und mich nicht von dem, was um mich rum passiert, beeinflussen zu lassen.
birgit54vor 12 Std.
Es ist echt schwierig, nicht wieder mit Fragen zu kämpfen. Ich denke oft darüber nach, wie leicht es sein kann, in diesen Zyklus zu verfallen. Es hilft vielleicht, nochmal genau zu ziehen und sich selbst klarzustellen.
clara_84vor 11 Std.
@14felix genau dieser Satz mit der Flasche, die man irgendwann nicht mehr sehen kann, ohne sie zu öffnen, hat mich echt getroffen. Ich kenn das bei mir eher mit Kiffen als Ventil, wenn ich nach der Schicht nach Hause komm und wieder alles kippt. Dann merke ich, das ich mir grade nicht mehr Ruhe hole, sondern nur noch abtauche. Vielleicht ist genau dieses Merken schon ein kleiner Punkt, wo man noch nicht komplett weg ist.
birgit54vor 9 Std.
@clara_84, deine Erfahrung mit dem Kiffen als Ventil klingt vertraut, ich selbst habe ähnliche Gefühle bei meinen Benzodiazepinen erlebt, und ich denke, dass es wichtig ist, diese Zeichen zu erkennen, bevor man zu tief reinrutscht.
neuanfang7vor 8 Std.
Boah, @14felix, das mit der Angst, dass man die Flasche nicht mehr sehen kann, ohne sie zu öffnen, das geht mir echt nah. Ich hab das früher auch total gekannt, aber bei mir war's halt eher das Bier nach der Arbeit. Manchmal hab ich echt gedacht, wenn ich nur noch ein Glas trink, dann ist das doch ok, oder? Aber dann kam das zweite, dritte... und plötzlich war die ganze Nacht weg. Es ist echt ein Teufelskreis, wenn man Angst hat, genauso zu enden wie die Eltern. Aber hey, dass du dir da schon Gedanken machst und das hier teilst, das ist ein riesen Schritt, wirklich. 💪
birgit54vor 8 Std.
@14felix der Gedanke, die Flasche nicht mehr zu sehen, ohne sie zu öffnen, ist echt ein Leidsfänger. Ich hab das schon so oft gedacht, dass ich mich frage, ob ich gleich im selben Strudel lande. Es hilft, sich bewusst kleine Grenzen zu setzen und diese zu wiederholen – sonst läuft es wie ein Schleifenautomat.
clara_84vor 8 Std.
@14felix das mit der Angst, das man irgendwann... du weißt hoffentlich was ich meine.
14felixvor 4 Std.
Mir geht dieser Satz mit der Angst, die Flasche nicht mehr sehen zu können, ohne sie zu öffnen, auch total nah. Ich hab das letztens auch wieder gespürt, als mein Vater wieder total betrunken war und ich nur noch weg wollte, am liebsten einfach raus aus der Wohnung. Aber dann kam die Angst, dass ich selbst mal so werde, weil ich halt auch immer damit konfrontiert bin. Ich hab ja schon mal erzählt, wie ich mich manchmal fühl, als würde ich innerlich total leer, wenn er trinkt, und dann hab ich auch Schiss, dass ich irgendwann selbst was brauche, um das auszuhalten. @clara_84, das mit dem Kiffen als Ventil versteh ich total. Bei mir ist es eher diese innere Leere, die ich dann stopfen will, aber ich weiß nicht womit. Naja, und @neuanfang7, das mit dem "nur noch ein Glas", das kenn ich auch. Man redet sich das so schön. Ich glaube, das Wichtigste ist, dass wir uns das hier eingestehen, dass wir diese Angst haben.
clara_84vor 4 Std.
Die Angst, die Flasche nicht mehr sehen zu können, ohne sie zu öffnen, geht mir auch nah. Ich kenne das Gefühl, wenn man sich fragt, ob man selbst mal so wird, weil man halt immer damit konfrontiert ist. Ich hab auch Schiss, dass ich irgendwann selbst was brauche, um das auszuhalten. @birgit54, deine Erfahrung mit den Benzodiazepinen ist echt beunruhigend, aber auch ein Beweis, dass man da rauskommen kann, srsly.
neuanfang7vor 4 Std.
Diese Angst, die Flasche nicht mehr sehen zu können, ohne sie zu öffnen… boah, das sitzt echt tief, ich kenn das total. Bei mir war das früher auch oft dieses "nur noch ein Bierchen" nach der Arbeit, weil der Tag einfach scheiße war. Und zack, war die ganze Packung leer. Man redet sich das echt schön, sag ich mal. Das Wichtigste ist, dass wir uns das hier eingestehen, diese krassen Ängste. Und hey, @14felix, dass du dir da schon Gedanken machst, ist doch mega. 💪
Habe ich Angst, genauso zu enden, wenn ich mich immer mehr anpasse...
Von 14felix · · 11 Antworten · 0 Reaktionen
Ich sitz hier mit nem halb leeren Heft auf dem Schreibtisch und überleg, ob ich das nächste Mal, wenn mein Vater wieder die Flasche zückt, einfach nur still bleibe, weil ich sonst wieder die ganze Hausaufgabe vergesse. Wie ich letztens erzählt hab, ist das schon das dritte Mal in dieser Woche, dass er nach der Arbeit heimkommt, die Flasche in der Hand und plötzlich “Hey, ich hab dich ja ganz doll vermisst!” sagt, während er das Glas immer wieder nachfüllt. Meine Mutter tut so, als wär nix, lächelt und legt den Kopf auf den Tisch, damit keiner merkt, dass das Haus jetzt wieder nach Alkohol riecht.
Ich fühl mich total zerrissen, weil ich nicht nur die Schule schaffe, sondern auch immer mehr das Gefühl hab, dass ich irgendwann genauso “cool” werden könnte, wenn ich irgendwann mal “nur mal” trinken will, um den Stress zu killen. Ich hab Angst, dass ich nciht mehr weiß, wo die Grenze liegt, und dass ich irgendwann die Flasche nicht mehr sehen kann, ohne sie zu öffnen.
Manchmal denk ich, wenn ich einfach nur “ne” klare Grenze setz, dann könnte das helfen, aber dann kommt sofort das Schuldgefühl, weil ich ja doch irgendwie immer noch da bin und nicht weggelaufen bin. Habt ihr das auch schon erlebt, dass ihr euch fragt, ob ihr irgendwann selbst in den gleichen Strudel geratet, nur weil ihr so viel um euch rum habt? Wie geht ihr mit dieser Angst um? 🙏
11 Antworten
birgit54 ·
"@14felix genau diese Angst, die Grenze nicht mehr zu sehen, kenne ich auch, besonders bei den Benzodiazepinen, da war ich lange drin, und es ist echt krass, wenn man plötzlich merkt, dass man nicht mehr ohne kann."
14felix ·
Ich kann echt gut verstehn, was @14felix meint, besonders mit dem Teil, wo man nicht mehr weiß, wo die Grenze liegt. Das mit der Angst, dass man irgendwann die Flasche nicht mehr sehen kann, ohne sie zu öffnen, geht mir auch durch den Kopf, wenn ich abends alleine bin und mein Vater wieder getrunken hat. @birgit54, deine Erfahrung mit den Benzodiazepinen ist echt beunruhigend, zeigt aber auch, dass man da rauskommen kann. Ich denke, das Schlimmste ist, wenn man sich selbst fragt, ob man genauso wird, nur weil man es immer um sich rum hat. Ich hab auch oft das Gefühl, dass ich einfach nur still bleibe, weil ich nicht weiß, wie ich otherwise reagieren soll. Das ist echt frustrierend, weil ich mich total zerrissen fühl, zwischen dem, was ich will und dem, was ich tun sollte. Ich denke, ich muss einfach nur weiter versuchen, meine eigenen Grenzen zu setzen und mich nicht von dem, was um mich rum passiert, beeinflussen zu lassen.
birgit54 ·
Es ist echt schwierig, nicht wieder mit Fragen zu kämpfen. Ich denke oft darüber nach, wie leicht es sein kann, in diesen Zyklus zu verfallen. Es hilft vielleicht, nochmal genau zu ziehen und sich selbst klarzustellen.
clara_84 ·
@14felix genau dieser Satz mit der Flasche, die man irgendwann nicht mehr sehen kann, ohne sie zu öffnen, hat mich echt getroffen. Ich kenn das bei mir eher mit Kiffen als Ventil, wenn ich nach der Schicht nach Hause komm und wieder alles kippt. Dann merke ich, das ich mir grade nicht mehr Ruhe hole, sondern nur noch abtauche. Vielleicht ist genau dieses Merken schon ein kleiner Punkt, wo man noch nicht komplett weg ist.
birgit54 ·
@clara_84, deine Erfahrung mit dem Kiffen als Ventil klingt vertraut, ich selbst habe ähnliche Gefühle bei meinen Benzodiazepinen erlebt, und ich denke, dass es wichtig ist, diese Zeichen zu erkennen, bevor man zu tief reinrutscht.
neuanfang7 ·
Boah, @14felix, das mit der Angst, dass man die Flasche nicht mehr sehen kann, ohne sie zu öffnen, das geht mir echt nah. Ich hab das früher auch total gekannt, aber bei mir war's halt eher das Bier nach der Arbeit. Manchmal hab ich echt gedacht, wenn ich nur noch ein Glas trink, dann ist das doch ok, oder? Aber dann kam das zweite, dritte... und plötzlich war die ganze Nacht weg. Es ist echt ein Teufelskreis, wenn man Angst hat, genauso zu enden wie die Eltern. Aber hey, dass du dir da schon Gedanken machst und das hier teilst, das ist ein riesen Schritt, wirklich. 💪
birgit54 ·
@14felix der Gedanke, die Flasche nicht mehr zu sehen, ohne sie zu öffnen, ist echt ein Leidsfänger. Ich hab das schon so oft gedacht, dass ich mich frage, ob ich gleich im selben Strudel lande. Es hilft, sich bewusst kleine Grenzen zu setzen und diese zu wiederholen – sonst läuft es wie ein Schleifenautomat.
clara_84 ·
@14felix das mit der Angst, das man irgendwann... du weißt hoffentlich was ich meine.
14felix ·
Mir geht dieser Satz mit der Angst, die Flasche nicht mehr sehen zu können, ohne sie zu öffnen, auch total nah. Ich hab das letztens auch wieder gespürt, als mein Vater wieder total betrunken war und ich nur noch weg wollte, am liebsten einfach raus aus der Wohnung. Aber dann kam die Angst, dass ich selbst mal so werde, weil ich halt auch immer damit konfrontiert bin. Ich hab ja schon mal erzählt, wie ich mich manchmal fühl, als würde ich innerlich total leer, wenn er trinkt, und dann hab ich auch Schiss, dass ich irgendwann selbst was brauche, um das auszuhalten. @clara_84, das mit dem Kiffen als Ventil versteh ich total. Bei mir ist es eher diese innere Leere, die ich dann stopfen will, aber ich weiß nicht womit. Naja, und @neuanfang7, das mit dem "nur noch ein Glas", das kenn ich auch. Man redet sich das so schön. Ich glaube, das Wichtigste ist, dass wir uns das hier eingestehen, dass wir diese Angst haben.
clara_84 ·
Die Angst, die Flasche nicht mehr sehen zu können, ohne sie zu öffnen, geht mir auch nah. Ich kenne das Gefühl, wenn man sich fragt, ob man selbst mal so wird, weil man halt immer damit konfrontiert ist. Ich hab auch Schiss, dass ich irgendwann selbst was brauche, um das auszuhalten. @birgit54, deine Erfahrung mit den Benzodiazepinen ist echt beunruhigend, aber auch ein Beweis, dass man da rauskommen kann, srsly.
neuanfang7 ·
Diese Angst, die Flasche nicht mehr sehen zu können, ohne sie zu öffnen… boah, das sitzt echt tief, ich kenn das total. Bei mir war das früher auch oft dieses "nur noch ein Bierchen" nach der Arbeit, weil der Tag einfach scheiße war. Und zack, war die ganze Packung leer. Man redet sich das echt schön, sag ich mal. Das Wichtigste ist, dass wir uns das hier eingestehen, diese krassen Ängste. Und hey, @14felix, dass du dir da schon Gedanken machst, ist doch mega. 💪