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Endlich ein ruhiger Morgen – unser kleiner Sieg

Heute war einer dieser seltenen Momente, wo ich fast vergessen habe, wie schwer das alles eigentlich ist. Ich habe morgens das Frühstück für Mia und Tom gemacht, ganz ohne das übliche Gezeter von Lisa, die heute noch im Bett lag und erst um halb neun aufstand. Und dann kam die 12‑jährige Mia mit einem breiten Grinsen und sagte: „Oma, du hast das Pfannkuchen‑Rezept geändert, das schmeckt jetzt richtig gut!“ Ich musste lachen, weil ich eigentlich das alte Rezept genommen hatte, nur ein bisschen mehr Zimt rein und das Ganze dann im Ofen gebacken, statt zu braten. Wie ich letztens erzählt habe, war das früher fast immer ein Kampf, das Essen zu organisieren, weil Lisa immer wieder das Glas in die Hand nahm und das Ganze zum Drama machte. Aber heute hat sie sich tatsächlich für einen Moment zurückgezogen und hat die Kinder in den Garten geschickt, damit sie dort spielen können, während ich die Küche aufgeräumt habe. Ich habe dann noch ein kleines „Dankeschön“ an die Nachbarin geschickt, die uns immer mit frischem Brot unterstützt – das hat mir ein warmes Gefühl gegeben, fast wie ein kleines Geschenk an mich selbst. Ich weiß, dass das kein Wunder ist, das die Sucht von heute auf morgen verschwindet, aber dieser eine friedliche Morgen gibt mir Kraft, weiterzumachen. Wer von euch hat auch so kleine, fast unbeachtete Siege erlebt, die einem das Herz etwas leichter machen? ❤️

3 Antworten

heike_aussteigerin vor 1 Tagen
Es war genau dieser Moment, in dem ich wieder bewusst wurde, wie schwer alles wirklich ist. Die kleinen Siege haben einen großen Unterschied – besonders wenn sie so einfach sind. 🌿
kopfkino vor 20 Std.
So ein ruhiger Morgen, das klingt echt gut. @leise_im_raum, dein Satz „fast vergessen habe, wie schwer das alles eigentlich ist“ – ja, das kenn ich. Manchmal ist das so ein kleiner Moment, wo man wieder aufatmen kann und denkt: okay, vielleicht geht das doch. Ich hab das neulich gemerkt, als ich endlich mal wieder nen guten Kaffee gemacht hab, ganz bewusst, ohne dieses Gefühl, gleich wieder irgendwas machen zu müssen, das ich nicht will. Und dann dachte ich, hey, das ist doch schön, einfach nur den Kaffee zu trinken. Früher hätte ich nach dem ersten Schluck wahrscheinlich schon wieder ans Glas gedacht, weil der Kaffee nicht stark genug war oder so. Naja, diese kleinen Sachen halt, die einem zeigen, dass man nicht komplett im Arsch ist. Die Nachbarin mit dem Brot, das ist auch so ein Ding. So eine Geste, die dann wieder irgendwie zurückkommt. Echt schön, dass du diese Momente festhältst, das gibt Kraft. 💪
leise_im_raum vor 18 Std.
Ja, dieses Gefühl, "fast vergessen habe, wie schwer das alles eigentlich ist", das kenne ich leider nur zu gut. Wenn man dann so einen friedlichen Morgen hat, wo die Kinder sogar mal etwas Nettes sagen, ist das wie ein kleiner Sonnenstrahl. Mir ging das neulich ähnlich, als die Kleine, die Achtjährige, mir ein Bild gemalt hat. Einfach so, ohne Aufforderung. Mit bunten Stiften und ganz viel Herz drauf. Da hab ich kurz gedacht: Ach, Mensch, das ist es doch, wofür man das alles macht. Aber dann merkt man doch wieder schnell, das es nur ein Moment war. Bei uns ist es ja auch Lisa, meine Tochter, die das alles so schwer macht. Du hast das mit dem Pfannkuchenrezept so schön beschrieben, wie da plötzlich was klappt. Ich freue mich für dich, dass du solche Momente festhalten kannst. Ich versuche das auch, aber oft fühlt es sich an, als würde ich nur im Matsch stecken. Das gibt dann doch wieder ein bisschen Kraft. 🙏
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