Öffentlich lesbarer Thread
Wenn das Frühstück zur Schlacht wird – Hilfe, ich schaffe das nicht mehr?
Ich sitz hier am Küchentisch, das alte Holz knarrt und draußen fliegt der Wind über das Hafengebiet. Heute war wieder einer dieser Tage, an denen ich versuch, das Frühstück für Mia und Tom zu machen, während Lisa – meine Tochter – schon wieder ein Glas Rotwein in der Hand hat, bevor sie überhaupt aus dem Bett kommt. Und ich frage mich, ob ich irgendwann einfach aufgeben soll, weil ich so erschöpft bin.
Wie ich letztens erzählt habe, kommen die Enkel erst um halb acht ins Haus, dann muss ich erst noch das Brot anrösten, die Eier klatschen und gleichzeitig hoffen, dass Lisa wenigstens ein bisschen nüchtern ist. Aber anstatt Hilfe zu bekommen, bekomme ich nur das laute Klirren von Gläsern und das leise Stöhnen, wenn sie sich über den Kater beschwert. Ich hab das Gefühl, ich stehe hier ganz allein, obwohl meine Nachbarn und Freunde manchmal sagen, sie verstehen das nicht.
Ich frage mich, ob ich zu hart zu mir selbst bin. Soll ich versuchen, klare Grenzen zu setzen und Lisa zu sagen, dass sie nicht mehr mit den Kindern zusammen sein darf, wenn sie trinkt? Oder soll ich einfach weiter durchhalten, weil die Enkel ja noch so klein sind und ich sie nicht allein lassen kann? Ich will nicht, dass meine eigenen Grenzen zerfließen und ich mich komplett verliere.
Hat jemand von euch so etwas erlebt und kann mir einen kleinen Rat geben, wie man den Alltag erträglicher macht, ohne die Kinder zu verlieren? 🙏
