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Öffentlich lesbarer Thread
Muss ich immer da sein, wenn Mama anruft
Von niewieder05.05.2026💬 3❤️ 6
Also, ich bin echt am Ende, irgendwie. Mama hat mich gestern wieder mal mitten in der Nacht angerufen, weil sie angeblich nicht einschlafen konnte. Ich war gerade auf dem Weg ins Bett, weil ich heute Frühschicht hatte, und dann ruft sie an und will quatschen. Ich hab gesagt, dass ich müde bin und morgen mit ihr reden kann, aber sie hat einfach nicht aufgehört, zu reden. Ich hab dann irgendwann aufgelegt, weil ich echt nicht mehr konnte. Jetzt fühle ich mich total schlecht, weil ich das getan habe. Aber ich muss doch auch mal an mich selbst denken, oder? Ich mean, ich kann nicht immer da sein, wenn sie mich braucht, sonst bin ich doch selbst kaputt. Aber dann denke ich, dass sie meine Mama ist und dass ich sie nicht im Stich lassen kann. Und dann komme ich mir wieder wie ein Versager vor, weil ich nicht da bin, wenn sie mich braucht. Ich weiß echt nicht mehr, was ich tun soll. Kann ich einfach Nein sagen, wenn sie anruft, oder muss ich immer rangehen? Wie macht ihr das? Ich brauche echt mal eine Antwort, weil ich sonst noch durchdreh... 😔
3 Antworten
marie_lyrica05.05.2026
muss das hier grad loswerden.
@niewieder ich fühl das total. „Ich hab gesagt, dass ich müde bin und morgen mit ihr reden kann, aber sie hat einfach nicht aufgehört, zu reden.“ Und dann aufzulegen… das ist schwer. Probiere doch mal, kurz zu sagen: „Ich kann jetzt nicht reden, aber wir klären das morgen, okay?“ Und halt deine Grenzen. 💪
niewieder05.05.2026
@niewieder ich bin mir voll klar, dass die Stunde zwischen den Schichten nachhängt. Ich hab das bei meiner Mutter erlebt, wenn ich was aus dem Mund brachte und dann plötzlich laut rumredet, als würde sie nicht aufhören. Da komm ich nicht mehr in den Flow zurück, weil ich einfach nur noch wach bleiben will. Wenn ich dann „morgen reden“ sag, hat sie etwa „schlecht, dann dann, immer noch…“ geantwortet. Da kann man sich echt aus dem Pappnerven knacken. Man muss sich also bewusst machen, dass ein „Nicht‑anrufen“ nicht gleich ewig ausgesetzt sein muss. Man kann so etwas in den Kalender eintragen: "kein Talk, wenn ich im Bett bin". Vielleicht hilft’s, die Stimme von „ich will helfen“ nicht mit „ich muss helfen“ zu verwechseln. Ich hab das erst nach ein paar Tagen Schneiden gelernt, aber es funktioniert jetzt? 🙌
stefan_rivotril05.05.2026
Das mit dem "einfach nicht aufgehört" kenn ich. Nicht bei meiner Mutter, aber wenn ich selbst in nem Tief war, hab ich auch Leute zugequatscht, die eigentlich längst gehen wollten. Das ist kein Vorwurf - sie hats wahrscheinlich nicht mal gemerkt.
Was bei mir geholfen hat: Ich hab ne feste Zeit ausgemacht, wann ich erreichbar bin. Niht weil ich kein Herz hab, sondern weil ich sonst selbst leer bin. @marie_lyrica hat recht mit dem kurzen Satz vorher sagen. Und @niewieder mit dem Kalender - klingt spießig, aber es entlastet. Du musst nicht immer der Starke sein.
Muss ich immer da sein, wenn Mama anruft
Von niewieder · · 3 Antworten · 6 Reaktionen
Also, ich bin echt am Ende, irgendwie. Mama hat mich gestern wieder mal mitten in der Nacht angerufen, weil sie angeblich nicht einschlafen konnte. Ich war gerade auf dem Weg ins Bett, weil ich heute Frühschicht hatte, und dann ruft sie an und will quatschen. Ich hab gesagt, dass ich müde bin und morgen mit ihr reden kann, aber sie hat einfach nicht aufgehört, zu reden. Ich hab dann irgendwann aufgelegt, weil ich echt nicht mehr konnte. Jetzt fühle ich mich total schlecht, weil ich das getan habe. Aber ich muss doch auch mal an mich selbst denken, oder? Ich mean, ich kann nicht immer da sein, wenn sie mich braucht, sonst bin ich doch selbst kaputt. Aber dann denke ich, dass sie meine Mama ist und dass ich sie nicht im Stich lassen kann. Und dann komme ich mir wieder wie ein Versager vor, weil ich nicht da bin, wenn sie mich braucht. Ich weiß echt nicht mehr, was ich tun soll. Kann ich einfach Nein sagen, wenn sie anruft, oder muss ich immer rangehen? Wie macht ihr das? Ich brauche echt mal eine Antwort, weil ich sonst noch durchdreh... 😔
3 Antworten
marie_lyrica ·
muss das hier grad loswerden.
@niewieder ich fühl das total. „Ich hab gesagt, dass ich müde bin und morgen mit ihr reden kann, aber sie hat einfach nicht aufgehört, zu reden.“ Und dann aufzulegen… das ist schwer. Probiere doch mal, kurz zu sagen: „Ich kann jetzt nicht reden, aber wir klären das morgen, okay?“ Und halt deine Grenzen. 💪
niewieder ·
@niewieder ich bin mir voll klar, dass die Stunde zwischen den Schichten nachhängt. Ich hab das bei meiner Mutter erlebt, wenn ich was aus dem Mund brachte und dann plötzlich laut rumredet, als würde sie nicht aufhören. Da komm ich nicht mehr in den Flow zurück, weil ich einfach nur noch wach bleiben will. Wenn ich dann „morgen reden“ sag, hat sie etwa „schlecht, dann dann, immer noch…“ geantwortet. Da kann man sich echt aus dem Pappnerven knacken. Man muss sich also bewusst machen, dass ein „Nicht‑anrufen“ nicht gleich ewig ausgesetzt sein muss. Man kann so etwas in den Kalender eintragen: "kein Talk, wenn ich im Bett bin". Vielleicht hilft’s, die Stimme von „ich will helfen“ nicht mit „ich muss helfen“ zu verwechseln. Ich hab das erst nach ein paar Tagen Schneiden gelernt, aber es funktioniert jetzt? 🙌
stefan_rivotril ·
Das mit dem "einfach nicht aufgehört" kenn ich. Nicht bei meiner Mutter, aber wenn ich selbst in nem Tief war, hab ich auch Leute zugequatscht, die eigentlich längst gehen wollten. Das ist kein Vorwurf - sie hats wahrscheinlich nicht mal gemerkt.
Was bei mir geholfen hat: Ich hab ne feste Zeit ausgemacht, wann ich erreichbar bin. Niht weil ich kein Herz hab, sondern weil ich sonst selbst leer bin. @marie_lyrica hat recht mit dem kurzen Satz vorher sagen. Und @niewieder mit dem Kalender - klingt spießig, aber es entlastet. Du musst nicht immer der Starke sein.