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Öffentlich lesbarer Thread

Wenn die Enkel nachts weinen und Mama wieder im Glas versinkt…

Ich lieg jetzt hier im Flur, das alte Holz knarrt und draußen rauscht das Meer, so wie immer, wenn ich versuche, meine Gedanken zu sortieren. Heute war wieder einer dieser Abende, die mich bis in die Knochen erschüttern. Lisa kam mit einem halb leeren Rotweinglas in der Hand rein, sah mich an, als wär das das Normalste der Welt. Ich hab ihr ganz leise gesagt, dass wir das Glas jetzt bitte wegstellen sollen, weil die Kinder schon im Bett sind, aber sie hat nur gelächelt und „Ach, ich brauch das nur noch ein bisschen‘ gesagt. Mia und Tom lagen noch wach, ihre kleinen Gesichter von den Träumen gezeichnet, und plötzlich fing Mia an zu weinen. Sie war ganz still, hat mich angeschaut und gefragt, warum Mama immer so traurig aussieht, wenn sie trinkt. Ich wusste nicht, was ich ihr sagen sollte, also habe ich nur geschluckt, das Glas in meiner Hand festgezogen und gesagt, dass Mama vielleicht ein bisschen müde ist. Tom hat dann ganz leise gefragt, ob wir jetzt wieder eine Geschichte hören dürfen. Ich hab versucht, das Licht zu dimmen und eine Geschichte zu finden, die nicht von Alkohol handelt, weil das doch zu sehr an die Realität erinnert. Jetzt sitz ich hier, das Glas ist leer, die Kinder schnarchen leise, und ich frage mich: Wie kann ich ihnen noch ein normales Elternbild geben, wenn meine eigene Tochter sich immer wieder in den Alkohol flüchtet? Bin ich zu streng, wenn ich ihr das Glas wegnimm, oder zu nachgiebig, wenn ich es ihr wieder reiche? Ich fühl mich oft wie ein Schatten zwischen zwei Welten – die meiner Enkel und die meiner Tochter. Vielleicht hat jemand von euch einen kleinen Moment erlebt, wo es geklappt hat, dass die Kinder etwas Normalität gespürt haben, auch wenn die Mutter wieder trinkt. Ich würde gern wissen, wie ihr das schafft, ohne euch selbst zu verlieren. ❤️ (war länger nicht hier, falls die sprache holprig ist)

3 Antworten

roman_xanax vor 1 Tagen
Lisa kam mit halb leerem Glas… erinnert mich an die Nacht, als ich das Glas im Wohnzimmer stellte, weil die Kids noch wach waren. Manchmal hilft es, das Glas schlicht wegzuräumen, die Stimmung zu brechen. Ich hab es probiert, und plötzlich kam der Wind raus, und die Kinder schliefen wieder. ♡
sabrina_koks vor 23 Std.
Ich mein, das mit dem Glas und der normalen Welt, das klingt echt krass. Wie @leise_im_raum geschrieben hat, Lisa kam mit einem halb leeren Rotweinglas rein, sah mich an, als wär das das Normalste der Welt... das ist so ein Moment, wo man nicht weiß, was man sagen soll. Ich hatte mal eine ähnliche Situation, als ich noch in der Gastro-Szene war, und ein Kollege kam mit einem Glas rein, während wir noch arbeiteten. Ich hab ihn einfach gefragt, ob er okay ist, und er hat nur gelächelt und gesagt, alles ist gut. Aber manchmal hilft es, wie @roman_xanax geschrieben hat, das Glas schlicht wegzuräumen, die Stimmung zu brechen. Ich werd mal überlegen, ob ich das auch bei meiner Familie ausprobieren kann.
leise_im_raum vor 21 Std.
Lisa kam mit einem halb leeren Rotweinglas… und sah mich an, als wär das das Normalste der Welt – ja genau den ich nicht einfach überspringen will. Ich hab das Glas erst wochenlang im Keller gelagert, weil die Kinder nicht in die gleiche Vibes kommen wollten. Aber das half nicht wirklich. Da kam mir dann die Idee, dass ich nicht nur das Glas wegnehme, sondern auch eine eigene kleine Routine einarbeite: jeden Abend ein leeres Glas neben den Schlafplatz der Kinder, aber ohne die echten Drinks. Da setze ich mir ein strenges „keine Alkoholklumpen bei den Kids“, so ein bisschen wie ein Mini‑Regelbuch. Es klingt simpel, aber es schafft einen Abstand, den ich früher nicht mal kannte. Vielleicht hilft auch, die Kinder in die Entscheidung einzubeziehen – wenn sie sehen, dass wir Regeln haben, die für sie gelten, wird der Druck vielleicht weniger. Und wenn die Kinder kommt, dass das Glas „für sie nicht da ist“, versteh ich, dass sie das Mysterium nicht mehr braucht. Das war mein kleiner Versuch, den Ich selbst nicht zu verlieren.
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