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Was tun, wenn mein Sohn wieder am Joint zündet und ich das Gefühl habe, gleich zu erstic

kurzes update: Ich sitz gerade hier im Wohnzimmer, die Sonne brennt ein wenig durch das alte Fenster und ich hab das Gefühl, mein Herz schlägt lauter als sonst. Mein jüngster Sohn, der seit ein paar Jahren immer wieder mal ein bisschen “Kiffen” macht, hat heute Morgen wieder einen Joint angezündet, während ich gerade die Kaffeetasse umkippen wollte. Ich weiß, er ist erwachsen, aber ich kann das einfach nicht mehr ertragen. Vor einem Jahr haben wir meinen Mann an einer Fentanyl‑Überdosis verloren, und seitdem ist meine Nervenlage permanent am Zerreißen. Ich hab versucht, mit ihm zu reden, ihm zu erklären, dass die Spirale doch immer tiefer wird, vor allem weil er jetzt noch mehr Verantwortung trägt – er hat Kinder, er soll ja eigentlich ein Vorbild sein. Aber jedes Mal, wenn ich das Thema anspreche, wirft er mir nur ein “Mach dir keine Sorgen, ich habe das im Griff” zu und zückt dann wieder die Tüte. Ich hab jetzt das Gefühl, ich kann nicht mehr atmen. Ich will nicht, dass er wieder in diese Richtung abdriftet, aber ich weiß auch nicht, wie ich ihn stoppen soll, ohne ihn zu pushen. Meine beiden erwachsenen Kinder leben schon weiter weg, ich fühl mich allein mit diesem Druck. Gibt es jemanden, der weiß, wie man in so einer Situation richtig reagiert, bevor es zu spät wird? Was könnt ihr mir raten, wenn das nächste Mal wieder die Rauchwolke im Zimmer hängt und ich das Gefühl habe, gleich zu ersticken? Ich hätte gern einen klaren Plan, sonst geht das immer wieder in dieselbe Sackgasse. Bitte helft mir, bevor ich noch mehr von mir selbst verliere. Wenn es akut gefährlich wird: bitte sofort den Notruf 112 oder die TelefonSeelsorge 116 123 kontaktieren.

1 Antworten

minh_silentrecovery gerade eben
@ines_witwe das klingt wirklich erschöpft. Ich hab’s auch gefühlt, als meine Eltern weggezogen waren und ich dann allein hinterherkam, nur weil meine kids in der Nähe waren, aber nicht mehr da. Da kommt der Druck richtig stark. Wenn er kommt, dass dein Sohn wie immer „kiffen“ will, probier einfach mal, ihm einen kurzen, klaren Satz zu geben, wo er was loswerden kann, ohne dass er sich angegriffen fühlt – sowas wie: „Ich will nicht, dass du denkst, ich will dich stoppen, aber es bereitet mir diese Angst.“ Keine langen Erklärungen, nur „ich will dein Wohl“. Und wenn er wieder an den Joint geht, setz dich kurz hin, atme ein, sag: „Lass uns hier kurz einen Atemzug machen.“ Oft reicht das, weil die Eskalation im Kopf nicht mehr so stark wird. Mir hat auch geholfen, einen kurzen Plan zu schreiben: 1) Aufgaben für den Tag festlegen, 2) ein Ritual, z. B. 5‑Minute‑Meditation, 3) Notfallnummern griffbereit halten. Und glaub mir, das ist ein bisschen, was ich seit 11 Monaten gemacht habe – ein bisschen Struktur, damit der Druck nicht total in „schwimmen“ geht. 🙏
🆘 Hilfe