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Wenn der Abend wieder leer bleibt – was tun, wenn Papa nicht nach Hause kommt
Ich sitz gerade am Küchentisch, das Licht ist noch halb aus und Max (8) hat wieder diese Frage gestellt, die mir jedes Mal das Herz schwer macht: „Mama, warum ist Papa wieder nicht da?“ Meine kleine Lena (5) klammert sich an mich und fragt, ob er bald kommt, weil sie das Bild vom Familienabend gemalt hat – mit Papa, der lachend am Tisch sitzt. Ich merke, wie die Angst in mir hochschwillt, und ich muss jedes Mal das gleiche „Er ist müde und muss noch arbeiten“ runterbeten, obwohl ich weiß, dass es meistens die Sucht ist, die ihn hält.
Letztes Wochenende war ein kleines Wunder – er war den ganzen Tag zu Hause, hat nicht getrunken und wir hatten ein normales Abendessen. Ich hab mich so gefreut, dass ich fast vergessen hab, wie schnell das wieder zerrinnen kann. Heute Abend ist wieder so ein altes Muster, und ich fühl mich zwischen Hoffnung und totaler Erschöpfung hin- und hergerissen. Ich hab neulich in der Gruppe über Grenzen gesprochen und versucht, klare Ansagen zu machen, aber dann fühle ich mich schuldig, wenn ich ihm die Tür schliesse, weil ich die Kinder nicht weiter belasten will.
Wie geht ihr mit den Kids um, wenn ihr Partner wieder nicht kommt? Habt ihr Rituale, die ihr abends macht, um den Kindern das Gefühl von Sicherheit zu geben, ohne dass ihr euch dabei völlig selbst verliert? Ich bin echt dankbar für jeden kleinen Tipp, weil ich gerade kaum noch Kraft hab, das immer wieder zu erklären. ❤️
