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Hilfe, meine Eltern wollen mich besuchen
Boah, Leute, ich muss mal was loswerden. Meine Eltern wollen mich hier in Hamburg besuchen kommen. Die wissen natuerlich, dass ich jetzt in der betreuten Einrichtung wohne und dass ich Substitution mache. Aber trotzdem, ich krieg echt 'nen Rappel bei dem Gedanken. Die denken bestimmt, ich bin schon super auf dem Weg raus, weil ich halt ein festes Zimmer hab und so. Aber das ist doch alles so zerbrechlich.
Ich hab jetzt seit fast sechs Monaten nix mehr richtig genommen, außer die Ersatzmittel, aber die Szene ist halt immer noch überall. Wenn die hier rumlaufen, sehen die vielleicht Leute, die ich kenne, oder sie riechen was, was sie nicht riechen sollen. Oder die reden mit jemandem, der dann dumme Sprüche macht. Ich hab so Angst, dass sie enttaeuscht sind, wenn die merken, dass das alles nicht so einfach ist, wie die sich das vielleicht vorstellen.
Ich hab seit so vielen Jahren nur Scheiße gebaut, die haben so viel mitgemacht. Jetzt will ich ihnen zeigen, dass ich es ernst meine, wirklich. Aber ich hab einfach Sorge, dass sie die harte Realitaet hier sehen und dann denken, ich fall wieder komplett zurueck. Was soll ich denen denn sagen, wenn die fragen, wie es mir wirklich geht? Soll ich ehrlich sein und ihnen die ganze Scheisse erzaehlen, oder soll ich versuchen, das Positive hervorzuheben, damit die sich nicht zu viele Sorgen machen? Habt ihr da vielleicht Erfahrungen oder Ratschläge? Ich bin echt ueberfragt gerade.
