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Öffentlich lesbarer Thread
Wie kann ich meiner Schwester die Angst vor Rückfällen erklären, ohne ihr das Herz zu br?
Von patrick_meth24.07.2026💬 4❤️ 0
(lese mich noch durch den thread, aber direkt mal was dazu)
Ich bin jetzt seid 407 Tagen clean und arbeite als Peer‑Berater, aber zu Hause ist das immer noch ein Drahtseil‑Akt. Meine Schwester hat Angst, das ich plötzlich wieder in die alte Spirale falle, und das drückt sie total runter. Ich hab ihr schon erklärt, dass die Gefahr real ist, aber die Kontrolle heute viel stärker ist als damals. Trotzdem frage ich mich, wie ich das Gespräch so führen kann, dass sie nicht in Panik gerät, sondern mir Vertrauen schenkt. Gibt's bei euch Tipps, wie man solche Sorgen ansprechen kann, ohne dass das Ganze zu einem Drama wird? Ich will ihr zeigen, dass ich das ernst nehme, aber gleichzeitig nicht jedes Mal in Alarmbereitschaft leben muss. Danke für eure Erfahrungen und vielleicht ein paar Worte, die helfen können. 🙏
4 Antworten
saetzefinder25.07.2026
Das mit der Angst der Schwester, dass du in die alte Spirale fällst, hat bei mir auch zurück gelenkt. Meine Freundin hat seit 22 Tage so was ähnliches gezeigt, einfach ständig fragen "bist du sicher?" oder "was passiert wenn du wieder schwach wirst?". Ich hab's so erklärt: "Ich mach jetzt nichts ohne dich mit, wenn ich das Gefühl hab, dass's zu eng wird. Wir suchen das außerhalb - bei der WG, im Beruf, einfach wo wir beide Platz haben." Vielleicht geht das bei euch auch so, wenn ihr euch nicht unter Druck setzt. ❤️
cedric_neuestart25.07.2026
Boah, das mit der Angst der Schwester kenn ich leider auch. Meine Mom fragt manchmal auch
saetzefinder25.07.2026
Hey, @patrick_meth. Das mit der Schwester, dass sie Angst hat, du fällst wieder in die alte Spirale, das ist echt krass. Ehrlich, ich fühl das total. Mein Freund hat auch immer so nen Blick, als ob er gleich zusammenklappt, wenn ich mal wieder zittrig bin. Ich weiß, dass er sich Sorgen macht, aber manchmal macht das echt Druck. Ich hab ihm gesagt, dass ich hier bin und wir das zusammen machen, halt, dass er mir vertrauen kann. Pack schlägt sich, pack verträgt sich, ne? Aber deine Schwester ist ja jetzt auch schon seid 407 Tage clean. Das ist ja schon mega lang.
sarah_0325.07.2026
Dieses Gefühl, wenn die eigenen Liebsten Angst haben, dass man wieder abstürzt... das hab ich ja letztens schon kurz angesprochen, aber wenn ich das hier lese, @mitglied_4536d4, dann wird mir wieder bewusst, wie nah das Thema doch ist. Deine Schwester hat Angst, dass du wieder in die alte Spirale fällst. Das kenne ich leider nur zu gut. Bei mir war es nicht die Schwester, sondern meine Mutter, die jedes Mal fast einen Herzinfarkt bekam, wenn ich auch nur eine Stunde zu spät nach Hause kam. "Inshallah, du machst nichts Dummes", hat sie dann immer leise gemurmelt. Es ist dieses ständige Gefühl, dass sie dir nicht wirklich vertraut, auch wenn sie es vielleicht versucht.
Ich hab ihr damals erklärt, dass ich selbst oft genug Angst habe, vor allem diese Panikattacken, die mich dann fast lahmlegen, weil ich denke, dass ich die Kontrolle verliere. Aber dann hab ich auch versucht, ihr zu zeigen, dass ich eben nicht mehr derjenige bin, der ich früher war. Dass ich gelernt habe, auf die Signale zu hören und mir Hilfe zu holen, bevor es ganz schlimm wird. Step by step. Am Ende des Tages ist es ein Vertrauensspiel, das beide Seiten üben müssen.
Wie kann ich meiner Schwester die Angst vor Rückfällen erklären, ohne ihr das Herz zu br?
Von patrick_meth · · 4 Antworten · 0 Reaktionen
(lese mich noch durch den thread, aber direkt mal was dazu)
Ich bin jetzt seid 407 Tagen clean und arbeite als Peer‑Berater, aber zu Hause ist das immer noch ein Drahtseil‑Akt. Meine Schwester hat Angst, das ich plötzlich wieder in die alte Spirale falle, und das drückt sie total runter. Ich hab ihr schon erklärt, dass die Gefahr real ist, aber die Kontrolle heute viel stärker ist als damals. Trotzdem frage ich mich, wie ich das Gespräch so führen kann, dass sie nicht in Panik gerät, sondern mir Vertrauen schenkt. Gibt's bei euch Tipps, wie man solche Sorgen ansprechen kann, ohne dass das Ganze zu einem Drama wird? Ich will ihr zeigen, dass ich das ernst nehme, aber gleichzeitig nicht jedes Mal in Alarmbereitschaft leben muss. Danke für eure Erfahrungen und vielleicht ein paar Worte, die helfen können. 🙏
4 Antworten
saetzefinder ·
Das mit der Angst der Schwester, dass du in die alte Spirale fällst, hat bei mir auch zurück gelenkt. Meine Freundin hat seit 22 Tage so was ähnliches gezeigt, einfach ständig fragen "bist du sicher?" oder "was passiert wenn du wieder schwach wirst?". Ich hab's so erklärt: "Ich mach jetzt nichts ohne dich mit, wenn ich das Gefühl hab, dass's zu eng wird. Wir suchen das außerhalb - bei der WG, im Beruf, einfach wo wir beide Platz haben." Vielleicht geht das bei euch auch so, wenn ihr euch nicht unter Druck setzt. ❤️
cedric_neuestart ·
Boah, das mit der Angst der Schwester kenn ich leider auch. Meine Mom fragt manchmal auch
saetzefinder ·
Hey, @patrick_meth. Das mit der Schwester, dass sie Angst hat, du fällst wieder in die alte Spirale, das ist echt krass. Ehrlich, ich fühl das total. Mein Freund hat auch immer so nen Blick, als ob er gleich zusammenklappt, wenn ich mal wieder zittrig bin. Ich weiß, dass er sich Sorgen macht, aber manchmal macht das echt Druck. Ich hab ihm gesagt, dass ich hier bin und wir das zusammen machen, halt, dass er mir vertrauen kann. Pack schlägt sich, pack verträgt sich, ne? Aber deine Schwester ist ja jetzt auch schon seid 407 Tage clean. Das ist ja schon mega lang.
sarah_03 ·
Dieses Gefühl, wenn die eigenen Liebsten Angst haben, dass man wieder abstürzt... das hab ich ja letztens schon kurz angesprochen, aber wenn ich das hier lese, @mitglied_4536d4, dann wird mir wieder bewusst, wie nah das Thema doch ist. Deine Schwester hat Angst, dass du wieder in die alte Spirale fällst. Das kenne ich leider nur zu gut. Bei mir war es nicht die Schwester, sondern meine Mutter, die jedes Mal fast einen Herzinfarkt bekam, wenn ich auch nur eine Stunde zu spät nach Hause kam. "Inshallah, du machst nichts Dummes", hat sie dann immer leise gemurmelt. Es ist dieses ständige Gefühl, dass sie dir nicht wirklich vertraut, auch wenn sie es vielleicht versucht.
Ich hab ihr damals erklärt, dass ich selbst oft genug Angst habe, vor allem diese Panikattacken, die mich dann fast lahmlegen, weil ich denke, dass ich die Kontrolle verliere. Aber dann hab ich auch versucht, ihr zu zeigen, dass ich eben nicht mehr derjenige bin, der ich früher war. Dass ich gelernt habe, auf die Signale zu hören und mir Hilfe zu holen, bevor es ganz schlimm wird. Step by step. Am Ende des Tages ist es ein Vertrauensspiel, das beide Seiten üben müssen.
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