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Öffentlich lesbarer Thread

Wie wirkt Escitalopram, wenn die Gedanken an den Ex immer wieder zurückkommen

Ich sitz gerade an meinem Schreibtisch in der Uni, das Licht ist schon etwas gedimmt und draußen fängt der Regen an zu trommeln. Seit einem Jahr bin ich clean – das fühlt sich immer noch irgendwie wie ein Traum an, besonders wenn ich an die Zeit mit meinem Ex denke, der damals Heroin genommen hat. Die Beziehung hat mich echt zerfetzt und ich habe dann selbst angefangen zu rauchen, um den Stress zu betäuben. Gerade jetzt, fast ein Jahr später, versuche ich das Ganze mit einer medikamentösen Begleitung zu stabilisieren. Vor ein paar Wochen hat mir meine Ärztin Escitalopram verschrieben, weil die Angst, wieder in alte Muster zu fallen, immer stärker wird, wenn ich an Familienfeiern oder an das alte Sofa in meiner alten WG denke. Ich nehme es seit etwa drei Wochen, aber ich merke, dass meine Stimmung nicht so schnell runtergeht wie vorher, aber die Gedanken an den Ex bleiben irgendwie hartnäckig. Manchmal fühlt es sich an, als ob das Medikament die Stimmung glättet, aber die tieferen, fast kindlichen Bindungsängste bleiben bestehen. Ich habe ja schon mal im Thread über das Restlessness nach einem Jahr clean geschrieben – das war ja eher das körperliche Unbehagen. Hier geht’s mir mehr um das ständige Grübeln und das “zu viel Nähe” Gefühl, das ich nach dem Jahr clean immer wieder spüre. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen mit SSRI, speziell escitalopram, in Kombination mit diesen alten Beziehungstraumata? Gibt’s Tipps, wie man die kognitiven Schleifen etwas lockern kann, ohne gleich wieder zu alten Bewältigungsstrategien zu greifen? Ich bin echt dankbar für jedes bisschen Input. 🙏
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