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Wenn der perfekte Latte zur Ausrede wird

Hab gerade nach meiner dritten Schicht im Café wieder das Gefühl, dass ich mich gleich in den Tresen schmeißen könnte, nur weil ich den letzten Kunden noch einen extra Schuss Hafermilch geben will. Ich bin jetzt seit 3 Jahre und 9 Monate clean und hab das ganze „Barkeeper‑Adrenalin“ in mich verpackt – nur dass ich jetzt keine Shots mehr mixe, sondern Cappuccinos. Naja, das klingt jetzt irgendwie mega ironisch, weil ich früher ja immer gesagt hab: „Ein Drink ist nur ein Drink, solange du nicht die Rechnung siehst.“ Jetzt seh ich die Rechnung in Form von extra Stunden und dem Gedanken, dass ich sonst ja wieder in die alte Szene abdrifte. Letztes Wochenende war ich fast auf 'ner After‑Work‑Party, aber hab mich lieber in die Küche geknipst, um den Milchschaum zu perfektionieren. Habt ihr auch so Momente, wo der Job plötzlich zur Falle wird, weil man meint, man muss immer noch ein bisschen „extra“ geben? Wie schafft ihr das, euch nicht zu überarbeiten, wenn das Café gleich wie ein zweites Wohnzimmer wirkt? 🙏
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