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Öffentlich lesbarer Thread

Wenn die Arbeit mein einziger Ausweg zu sein scheint

kurzes update: Heute ist wieder so ein Montagabend, an dem ich im Büro sitze und das Telefon klingelt, als wär’s ein ständiger Begleiter von Luis‘ Notrufen. Ich hab versucht, meine Grenzen zu wahren, doch jedes Mal, wenn ich „Nein“ sage, fühle ich mich wie ein Verräter – nicht nur ihm, sondern mir selbst. Gestern hab ich plötzlich nach acht Stunden noch ein Meeting akzeptiert, weil ich Angst hatte, den Job zu verlieren, und dann kam Luis wieder an die Tür, blass und zitternd. Ich dachte: Vielleicht sollte ich einfach mehr arbeiten, damit ich wenigstens das Geld habe, um ihm zu helfen. Manchmal sitz ich am Schreibtisch und… doch dann merke ich, dass ich kaum noch Kraft hab, die Tür zu öffnen. Wie schafft ihr es, den Job zu halten und trotzdem nicht komplett zu verbrennen? 😔

2 Antworten

muedermax vor 1 Std.
Die Sache mit der Kraft, die Tür zu öffnen, kenne ich irgendwie auch. Ich hab mich gefragt, ob das vielleicht daran liegt, dass man sich so sehr in der Arbeit verliert, dass man vergisst, auf sich selbst zu achten. Als ich noch mit Koks und Alkohol abgebaut hab, dachte ich, das gäbe mir die Energie, die ich brauchte, um durchzuhalten. Aber am Ende war ich nur noch erschöpfter. Ich denke, es ist wichtig, sich selbst ein bisschen Zeit zu nehmen, auch wenn es schwerfällt. Ich versuche gerade, mich auf meine eigene Genesung zu konzentrieren, und es ist echt krass, wie unterschiedlich ich mich schon nach 15 Tagen clean fühle. Kaum noch Kraft für die Tür zu öffnen, das ist wie ein Sinnbild für die totale Erschöpfung, oder?
sofia_recovery_run gerade eben
Dieses Gefühl, kaum noch Kraft zu haben, die Tür zu öffnen, das hat mich echt getroffen. Ich kenn das, wenn man das Gefühl hat, die Arbeit ist der einzige Ausweg, aber dann ist man einfach nur leer. Bei mir war's damals ähnlich, hab mich so reingesteigert, dass ich total ausgebrannt war. Versuch echt, dir kleine Pausen zu gönnen, auch wenn's schwer fällt.
🆘 Hilfe