Öffentlich lesbarer Thread
Wann wird das Leere nach 10 Monaten endlich leiser
Ich sitz hier auf meinem Balkon, die Sonne brennt ein bisschen, und ich fühl mich irgendwie total gefangen zwischen Dankbarkeit und diesem komischen, nagenden Loch im Bauch. Um ehrlich zu sein, seit ich vor fast 10 Monaten clean bin, hab ich mich öfter mal in Meditation verkriecht, weil das das Einzige war, was mir ein bisschen Ruhe gab. Aber jedes Mal, wenn ich die Augen schließe, hor ich dieses leise Summen – so ein ständiges Hinterfragen, ob ich wirklich okay bin oder nur die Angst verberge, wieder zu fallen.
Gestern hab ich versucht, das Ganze mit einer Atemübung zu beruhigen, und plotzlich kam diese Erinnerung zurück, wie ich in der Klinik uber das „Sinn‑Erlebnis“ geredet hab. Ich dachte, ich hätte das irgendwie hinter mir gelassen, aber das Gefühl kam zurück, voll laut, als ob es mich anrempelt. Ich hab mich dann gefragt, ob das vielleicht ein Zeichen ist, dass ich noch nicht ganz losgelassen hab, dass ich noch weiter gucken muss, was ich wirklich will, jenseits vom „nicht mehr ritzen und trinken“.
Kennt ihr das, wenn ihr euch nach so langer Zeit plötzlich wieder so klein fühlt, obwohl ihr eigentlich stark seid? Wie geht ihr mit diesen Momenten um, wenn das innere Leeren plotzlich wieder laut wird? Ich versuch gerade, das nicht als Rückschritt zu sehen, sondern als ein Hinweis, dass ich noch mehr Raum in mir schaffen muss, um das zu fullen, was mir fehlt. 🙏
Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt, vielleicht habt ihr ja einen kleinen Trick, der euch hilft, das Summen leiser zu machen. Danke.
