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Öffentlich lesbarer Thread

Wie geht ihr mit dem Gefühl, nach 1 Jahr clean wieder "zu viel Nähe" zu suchen

Ich sitz gerade an meinem Küchentisch, die Sonne brennt leicht durch das Fenster und ich hör im Hintergrund das leise Summen des Mülleimers. Heute ist Samstag, Mittag, und ich dachte mir, ich schreib mal wieder hier rein, weil mir gerade ein Gedanke nicht aus dem Kopf geht. Seit ich vor genau einem Jahr clean bin, hat sich so viel verändert – nicht nur das Verlangen nach Heroin, sondern auch meine Art, Beziehungen zu sehen. Früher war ich immer die, die sich total auf den Partner gestürzt hat, hat irgendwie die ganze Zeit ein bisschen das Bindungstrauma überdeckt. Jetzt, wo ich wieder "frei" bin, finde ich mich öfter dabei, mich zu sehr nach Nähe zu sehnen, obwohl ich eigentlich weiß, das das vielleicht wieder alte Muster reaktiviert. Letztes Wochenende war ich mit ein paar alten Freunden im Park, und ich merkte, dass ich jedes Lachen, jedes Klatschen mit einem kleinen Stich im Bauch gespürt habe – als ob ich wieder "zu viel" geben will, obwohl ich eigentlich nur... Wie handhabt ihr das, wenn ihr das Bedürfnis nach intensiver Nähe spürt, obwohl ihr gerade erst lernt, euch selbst zu halten? Gibt es kleine Rituale, die euch daran erinnern, dass Selbstliebe auch bedeutet, nicht immer sofort "anbieten" zu wollen? Ich habe versucht, mir immer wieder kleine Achtsamkeitsmomente zu setzen, aber manchmal rutscht das einfach weg. Habt ihr Tipps, wie man das Gleichgewicht findet, ohne sich dabei selbst zu verurteilen? Ich bin echt gespannt auf eure Erfahrungen, danke schon mal! ❤️
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