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Mein Sohn raucht wieder – wie halt ich die Spirale an

Ich weiß nicht, wie ich heute morgen in die Küche kommen soll, ohne dass mir das Herz ein bisschen schwerer wird. Gestern Abend hat er – mein 28‑jähriger Sohn – mir wieder zugeredet, dass er “nur ein bisschen” kifft, um zu “entspannen”. Ich hab die Worte fast sofort wieder zurückgezogen, weil ich nicht weiß, ob ich zu laut war oder weil ich einfach nicht mehr weiß, wie ich mit ihm reden soll. Vor einem Jahr war das alles noch nur ein ferner Gedanke – ich dachte, wenn er die Substitution hält, dann bleibt alles stabil. Aber dann hat er seinen Job verloren, war wieder in die alte Runde gezogen und ehe ich mich versah, lag das Gespräch immer mehr auf “du machst das doch nur, weil du Angst hast, wieder zu fallen”. Ich hab mich so oft gefragt, warum ich das Gefühl habe, immer noch der „Kontroller“ zu sein, obwohl er jetzt erwachsen ist und sein Leben selbst in die Hand nehmen soll. Ich hab das Gefühl, ich verliere die Kraft, die ich noch habe. Meine Augen brennen vom Wein, den ich ab und zu trinke, um den Kummer zu betäuben, und meine Hände zittern, wenn ich das Wort „Naloxon“ höre – seid dem letzten Jahr, seitdem mein Mann an einer Fentanyl‑Überdosis gestorben ist, klingt das Wort wie ein Echo, das nie verklingt. Habt ihr Tipps, wie ich meinem Sohn das Gefühl geben kann, dass ich da bin, ohne dass er das Gefühl hat, ich würd’ ihn wieder kontrollieren? Oder wie ich mich selbst ein Stück weit vom Schuld‑ und Helfer‑Komplex befreien kann, damit ich nicht ständig am Rand verkrampft stehe? Ich bin müde, ich bin am Ende, aber ich will trotzdem noch ein bisschen Hoffnung in die Luft schicken, damit er vielleicht irgendwann wieder klar sieht. Bitte, wenn jemand ähnliche Erfahrungen hat, schreibt mir – es hilft, das alles nicht allein zu tragen. 🙏
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