Öffentlich lesbarer Thread
Wenn das Game wieder nach dem alten Leben riecht…
Moin Leute, ich sitz grad auf meinem kleinen Schreibtisch in der betreuten Einrichtung und zock grad ne Runde „Call of Duty“. Eigentlich nur zum Abschalten, weil das Wetter draußen am Steindamm so grau ist und ich sonst nix zu tun hab. Aber plötzlich fängt das Spiel an, die Stimmen im Voice‑Chat zu riechen, und ich merk, wie mein Herz schneller schlaegt. Es ist wie ein Echo aus den Naechten, als ich noch am Steindamm war, das Geraeusch von Zügen, das Klirren von Glaesern, das ganze Gedränge – nur dass das jetzt aus dem Kopfhörer kommt.
Ich bin jetzt seid etwa 6 Monaten clean, die Substitution laeuft und ich halte mich an den Plan, ein tag nach dem anderen zu leben. Trotzdem kommt das alte Muster manchmal schneller an als ich dachte. Ka, ob das jetzt einfach nur das Adrenalin vom Game ist oder ob das ganze „Online‑Kampf‑Feeling“ irgendwie meine alten Sucht‑Trigger wieder aktiviert. Srsly, ich frage mich, ob ich das hier einfach nur runterspielen soll oder ob ich lieber die Konsole weglegen und was anderes machen muss.
Hab mir ne Tasse Kaffee gemacht, das ganze Haus riecht nach nassem Asphalt – typisch Hamburg – und ich fühl mich doch irgendwie nicht mehr so sicher. Hab das Gefuehl, das ich bei jedem Kill ein bisschen mehr von dem alten „Rausch“ zurueckkriege. Wie geht ihr mit solchen Momenten um, wenn das Gaming plötzlich zu einer Art Ersatz‑Droge wird? Habt ihr Tipps, wie man den Fokus wieder auf die reale Welt sch... vielleicht kennt das jemand hier auch.
