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"Ich habe versucht, einen Freund zu helfen, aber bin ich nur noch behindert"
Ich bin noch immer unter Schock, nachdem ich gestern Abend erlebt habe, was passiert ist. Mein Schueler, den ich schon seit Monaten im Auge habe, weil ich denke, dass er suechtig ist, hat mich gefragt, ob ich mit ihm nach einem Unterrichtsprojekt zusammen zum Kino gehe. Ich habe ihn daraufhin gefragt, ob er okay ist, und er hat geantwortet, dass alles in Ordnung ist. Ich habe mich nicht getraut, ihn zu fragen, ob er Drogen verwendet, weil ich dachte, dass ich ihn nur noch mehr einschuechtern würde.
Aber als wir am Kino waren, habe ich gemerkt, dass er irgendwie anders schien. Er war sehr nervoes und unruhig, und als ich ihn gefragt habe, ob er alles in Ordnung habe, hat er mir gesagt, dass er nur ein bisschen muede sei. Als wir nach Hause kamen, habe ich ihn gefragt, ob ich ihn nach Hause bringen kann, weil ich dachte, dass er vielleicht noch am Kino herumhing. Aber er hat abgelehnt und ist einfach nach Hause marschiert.
Als ich ihn gestern Morgen im Unterricht sah, war er wieder normal. Ich habe mich gefragt, ob ich nur Fantasien habe oder ob er tatsaechlich Drogen verwendet hat. Ich bin so besorgt um ihn, weil ich weiss, dass Drogen suechtig machen und dass er bereits einigermassen verletzlich ist. Aber ich bin auch unsicher, ob ich ihn richtig unterstützen kann, wenn ich selbst nicht weiß, was mir gut tut.
Ich frage mich, ob es nicht besser waere, wenn ich jemanden zum Reden suche, der Erfahrung mit solchen Situationen hat, oder ob ich einfach nur weiterhin versuche, einen Freund zu sein, der nicht weiß, wie er sich am besten helfen kann. Ich bin so frustriert und unsicher, was ich tun soll.
Edit: bin grad emotional, falls das komisch rüberkommt
