Öffentlich lesbarer Thread
Wie soll ich den Sonntag ohne ihn überleben
Heute ist wieder Sonntag, und ich sitz in meiner Küche, das Licht flackert leicht durch das Fenster, wo der alte Kaktus steht – der immer noch nach Zimt riecht, wie ich neulich geschrieben hab. Ein Jahr ist jetzt vergangen, seit mein Mann an der Fentanyl‑Überdosis gestorben ist, und trotzdem fühlt sich jeder Sonntag an wie ein schwerer Vorhang, den ich nicht durchschieben kann. Ich hab versucht, die Tage zu füllen, mit Backen, mit Fitness, mit dem Versuch, meinem Sohn ein bisschen Halt zu geben, aber heute drückt das Herz einfach zu stark.
Er war jahrelang opiatabhängig, hat die Substitution abgebrochen, dann kam der Jobverlust, und das war das Ende. Ich hab das Naloxon zu spät bekommen, und das hat mich bis heute gezeichnet. Ich will hier nicht nur klagen, sondern auch verstehen, ob andere das gleiche erlebt haben: Wie geht ihr... vielleicht kennt das jemand hier auch.
