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Samstagabend und das Flimmern der Laternen – Wie hältst du das Verlangen in Schach
Der Himmel über Berlin ist jetzt schon dunkel, das Licht der Straßenlaternen wirft dieses flimmernde Band auf den Gehweg, und ich spür‘ das alte Ziehen im Hinterkopf, das ich seit etwa einem Monat nicht mehr kenne. Ich bin gerade von der kleinen Grillparty um die Ecke nach Hause, wo die Nachbarn noch ein paar Bierchen in den Händen halten – ein bisschen zu laut für meine Ohren, sag ich mal. Der Geruch von Rauch und das Lachen wecken Erinnerungen an die Nächte, in denen ich nach einem langen Tag im Newsroom den Whisky in die Hand nahm, als wäre er ein weiteres Notizbuch.
Ich merke, wie das Verlangen plötzlich fast greifbar wird, obwohl ich seit 1 Monat trocken bin. Früher hätte ich einfach das Glas ergriffen und das Gespräch weitergedreht, aber jetzt sitzt da diese Leere, die ich nicht sofort füllen kann. Wie schafft ihr es, an so einem Samstagabend, wenn überall das gleiche „Feier‑Feeling“ liegt, die Versuchung zu überlisten? Ich habe versucht, meine Gedanken aufzuschreiben, wie ich es früher mit Artikeln getan hab, und das hilft ein bisschen, aber manchmal bleibt das Flimmern der Laternen einfach zu verführerisch.
Vielleicht gibt’s ja einen kleinen Trick, ein Ritual oder einen Satz, den ihr euch immer wieder vorsagt, wenn das... vielleicht kennt das jemand hier auch.
