Öffentlich lesbarer Thread
Auf die Nerven gehen die "Sucht‑Gedanken" im Morgenkaffee...
Moin Leute, ich bin gerade erst aus dem Bett gekrabbelt, hab mir ne Tasse Kaffee gemacht und das ganze Haus riecht nach nassem Asphalt – typisch Hamburg. Seit fast sechs Monaten halte ich mich sauber auf Substitution, das ist fuer mich schon ein Wunder, aber heute frueh hat mich dieser kleine Moment total aus der Bahn geworfen.
Ich sass da, der Kaffee war zu bitter und plötzlich kam dieser fiese Gedanke an die alte Szene, an das Steindamm, an die Naechte, wo ich nach dem nächsten Fix gesucht hab. Der Drang war da, aber ich hab ihn sofort wieder weggeschoben. Trotzdem hat das irgendwie meine ganze Laune gekillt, ich fühl mich jetzt richtig mies und frage mich: Wie geht ihr mit diesen ploetzlich auftauchenden “Ich‑will‑wieder‑etwas‑ziehen”‑Gedanken um, wenn ihr gerade einen klaren Tag habt? Ich meine, ich weiss, dass ich auf Substitution bin und die Virallast ist unter der Nachweisgrenze, aber das Gehirn spielt manchmal echt krasse Spiele.
Bei mir hilft manchmal das Aufschreiben, manchmal das kurze Workout im Flur, manchmal ein kurzer Anruf bei einer Freundin aus der Gruppe, die weiss, wovon ich rede. Aber heute war ich allein und das hat mich richtig runtergezogen. Hab ich was verpasst, was euch besser hilft? Und warum scheint es manchmal, als wuerde das Verlangen erst dann stark werden, wenn man gerade “sauber” ist und das Leben ein bisschen ruhiger wird?
Habt ihr Tipps, wie man die Morgen‑Gedanken stoppen kann, bevor sie einen ganz nach unten ziehen? Ich wär echt dankbar fuer eure Erfahrungen. 🙏
