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Öffentlich lesbarer Thread

 „Durch die heiligen Hallen der Klinik – was passiert, wenn du plötzlich wieder Frieden?

 Ich lieg heute wieder im Bett, es ist schon fast 02:00 und das Klicken der Türschlösser im Flur klingt irgendwie beruhigend. Seit fast fünf Monate sitz ich in der betreuten Einrichtung, nehme meine Substitution und versuch jeden Tag ein bisschen mehr von dem kleinen Stückchen Normalität festzuhalten, das mir noch bleibt. Heute hat mich einer von den Pflegern gefragt, ob ich mal „die Hallen der Klinik“ meine, weil ich immer so still wirke, wenn ich im Treppenhaus stehe und das Flurlicht flackert. Ich hab dann nur gemurmelt: „Es ist, als hör ich endlich den Frieden, den ich vorher nie gekannt hab.“ Aber jetzt, wo ich das nochmal laut ausspreche, kommt bei mir ein komischer Schauer. Gerade erst war ich beim Gruppentherapeuten, und die haben über das „Erkennen von Triggern“ geredet. Mein Trigger ist anscheinend das gleichmäßige Summen der Klimaanlage. Irgendwie macht das mir das Herz schneller, weil ich so sehr auf das Nichtstun trainiert bin – und dann denkt mein altes Ich: „Hier kommt wieder das Verlangen, irgendwas zu tun, irgendwas zu schnüffeln.“ Habt ihr das auch? Dieses Mini‑Trigger‑Gefühl, das total harmlos wirkt, aber dann plötzlich das alte Muster anstupst? Ich versuch gerade, mir bewusst zu machen, dass das nur ein Geräusch ist, und atme tief ein, aber mein Körper macht manchmal noch einen eigenen Beat. Wenn ihr eine Idee habt, wie ihr so einen „Alltags‑Trigger“ ausstaltet, ohne gleich in Panik zu geraten, dann teilt es bitte. Ich will nicht nur das Geräusch hören, sondern auch lernen, es zu akzeptieren und nicht immer gleich zu fliehen. Danke, dass ihr da lest. 🙏
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