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196 Tage clean – und plötzlich ein kleiner Lichtblick
Also, ich sitz jetzt gerade auf meinem kleinen Balkon in Heidelberg, das Licht ist noch halb gedimmt und ich hör das leise Rauschen des Neckars im Hintergrund. Heute ist Freitag, das Wochenende steht vor der Tür und ich spür das ganze alte Auf und Ab, wenn ich an die Partys denke, die gerade um die Ecke blühen. Aber dann, nach fast genau 196 Tagen ohne Cannabis, hab ich was entdeckt, das irgendwie einen kleinen Funken Hoffnung gibt.
Vor ein paar Wochen hab ich angefangen, morgens ein paar Minuten zu meditieren – nichts Aufwändiges, einfach die Augen schließen, tief einatmen und ein bisschen das Wort „Alhamdulillah“ murmeln, weil das irgendwie beruhigt. Und dann, fast nebenbei, das Gebet. Nicht als Pflicht, sondern als ein Anker, den ich in Momenten der Panik greifen kann. Letzte Woche, als ich wieder diese panische Angst vor einer möglichen Psychose hatte, hab ich mich kurz hingesetzt, ein paar Atemzüge gemacht und leise „inshallah“ gesagt. Und plötzlich war die Angst weniger schwer, fast wie ein kleiner Vorhang, der sich leicht bewegt.
Ich frag mich jetzt, ob das für andere hier auch ein Weg sein kann. Nutzt ihr spirituelle Praktiken, um euch im Alltag zu stabilisieren? Oder habt ihr vielleicht andere kleine Rituale, die euch durch die schwierigen Momente tragen? Ich bin echt neugierig, weil ich das Gefühl hab, dass ich noch viel lernen kann, und vielleicht kann ich ja auch was weitergeben, was anderen hilft. Danke, wenn ihr eure Erfahrungen teilt 🙏😊.
