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Öffentlich lesbarer Thread
Warum das neue Gehirn‑Scan‑Projekt bei spielsüchtigen Familien so nervig wirkt
Von blumevor 51 Min.💬 0❤️ 0
Ich hab gerade einen Artikel in „Addiction Research“ gelesen, der ein neues fMRT‑Projekt bei Menschen mit pathologischem Spielverhalten beschreibt. Die Forscher sagen, sie hätten jetzt ein „präziseres Bild“ davon, welche Hirnregionen beim Risiko‑ und Belohnungs‑Processing überaktiv sind. Klingt erstmal super, weil wir ja alle hoffen, dass das irgendwann zu besseren Therapien führt.
Aber meine Erfahrung als Sozialarbeiterin und als Schwester eines 37‑jährigen, der seit Jahren im Online‑Casino‑Dschungel feststeckt, lässt mich das Ganze etwas skeptisch sehen. In der Studie wurden die Teilnehmenden in einer Laborsituation nur 10 Minuten lang ein simuliertes Glücksspiel gespielt – und dann sofort gescannt. Das ist ja kein bisschen das, was bei uns zu Hause passiert, wo mein Bruder nachts plötzlich nach 3 Stunden immer weiterzockt, weil er „nur noch einen Versuch“ will.
Ich frage mich, ob das wirklich irgendwas an der täglichen Belastung ändert. Wir bekommen da quasi nur ein Bild vom Moment, nicht von den Dauerstress‑Mechanismen, die Familien belasten. Und wie soll das jetzt konkret uns Angehörigen helfen? Ich habe das Gefühl, dass wir mehr praxisnahe Infos brauchen: Wie kann ich meinem Mann erklären, warum er plötzlich so gereizt ist, wenn mein Bruder wieder mal ein neues „Level“ erreicht hat? Gibt es aus der Forschung konkrete Gesprächs‑Tools, die auf den genannten Hirn‑Störungen aufbauen?
Falls jemand von euch schon einen praxisorientierten Transfer aus so einer Studie kennt – vielleicht ein Handout oder ein kurzer Leitfaden – wäre das echt goldwert. Und ich bin gespannt, ob ihr ähnliche Bedenken habt, wenn wissenschaftliche Ergebnisse zu stark in das Labor‑Setting fließen und weniger in den Wohnzimmer‑Alltag. 🤔💭
Warum das neue Gehirn‑Scan‑Projekt bei spielsüchtigen Familien so nervig wirkt
Von blume · · 0 Antworten · 0 Reaktionen
Ich hab gerade einen Artikel in „Addiction Research“ gelesen, der ein neues fMRT‑Projekt bei Menschen mit pathologischem Spielverhalten beschreibt. Die Forscher sagen, sie hätten jetzt ein „präziseres Bild“ davon, welche Hirnregionen beim Risiko‑ und Belohnungs‑Processing überaktiv sind. Klingt erstmal super, weil wir ja alle hoffen, dass das irgendwann zu besseren Therapien führt.
Aber meine Erfahrung als Sozialarbeiterin und als Schwester eines 37‑jährigen, der seit Jahren im Online‑Casino‑Dschungel feststeckt, lässt mich das Ganze etwas skeptisch sehen. In der Studie wurden die Teilnehmenden in einer Laborsituation nur 10 Minuten lang ein simuliertes Glücksspiel gespielt – und dann sofort gescannt. Das ist ja kein bisschen das, was bei uns zu Hause passiert, wo mein Bruder nachts plötzlich nach 3 Stunden immer weiterzockt, weil er „nur noch einen Versuch“ will.
Ich frage mich, ob das wirklich irgendwas an der täglichen Belastung ändert. Wir bekommen da quasi nur ein Bild vom Moment, nicht von den Dauerstress‑Mechanismen, die Familien belasten. Und wie soll das jetzt konkret uns Angehörigen helfen? Ich habe das Gefühl, dass wir mehr praxisnahe Infos brauchen: Wie kann ich meinem Mann erklären, warum er plötzlich so gereizt ist, wenn mein Bruder wieder mal ein neues „Level“ erreicht hat? Gibt es aus der Forschung konkrete Gesprächs‑Tools, die auf den genannten Hirn‑Störungen aufbauen?
Falls jemand von euch schon einen praxisorientierten Transfer aus so einer Studie kennt – vielleicht ein Handout oder ein kurzer Leitfaden – wäre das echt goldwert. Und ich bin gespannt, ob ihr ähnliche Bedenken habt, wenn wissenschaftliche Ergebnisse zu stark in das Labor‑Setting fließen und weniger in den Wohnzimmer‑Alltag. 🤔💭