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Öffentlich lesbarer Thread

Kann man eigentlich noch "gesund" leben, wenn man sich nur noch um den anderen dreht...

schreib vom handy, sry für tippfehler Hab grad wieder so nen Abend, wo ich mir echt denk: Wie soll das alles weitergehen? Mein Mann ist ja jetzt wieder in Therapie, und ich versuche ja wirklich, ihn zu unterstützen, so gut ich kann. Aber manchmal hab ich das Gefühl, mein ganzes Leben dreht sich nur noch um ihn und seine Sucht. Seit 12 Jahren schon, lol. Ich hab echt versucht, mich um mich selbst zu kümmern, zur Angehörigengruppe geh ich ja auch. Aber dann frag ich mich, ob das überhaupt reicht. Die Kinder brauchen mich ja auch, die sind 8 und 5. Die merken doch alles, auch wenn ich versuche, es ihnen nicht zu zeigen. Gestern hat die Kleine wieder gefragt, warum Papa manchmal so komisch redet. Und ich stand da und wusste nicht, was ich sagen soll. Ich kann doch nicht einfach sagen: "Papa hat ein Problem mit Alkohol". Das ist doch viel zu schwer für die Kleinen. Aber lügen mag ich auch nicht. Ich versuche ja, mich gesund zu ernähren, geh auch mal ne Runde joggen, wenn ich Zeit find. Aber dann seh ich ihn und weiß, wie wenig er sich um sich kümmert, und dann ist die Motivation irgendwie weg. Ist das Co-Abhängigkeit? Wahrscheinlich ja. Ich hab so Angst, dass ich mich selbst verliere dabei. Dass ich irgendwann gar nicht mehr weiß, wer ich bin, wenn er nicht mehr so präsent in meinem Leben ist. Oder wenn er es endlich schafft. Aber was dann? Wer bin ich dann noch? Hat von euch jemand ähnliche Gedanken? Irgendwie fühlt sich das alles so allein an manchmal.
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