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Öffentlich lesbarer Thread

Warum fühlt sich das Aufräumen nach dem Wochenende immer wie ein Kampf an

Ich bin gerade nach nem kurzen Spaziergang durch den Park zurück in meiner WG, die Lichter im Flur flackern schon und ich habe das Gefühl, dass die ganze Woche schon über mich schwebt. Heute war mein erster Arbeitstag nach dem langen Wochenende in der Praxis und ich musste sofort wieder den Kopf für die Termine der Ärzt*innen frei machen, während ich gleichzeitig an die ganzen Kleinigkeiten zu Hause denken muss – das Geschirr, das nie richtig abgewaschen wird, die Wäsche, die noch im Bad liegt und die ständige Angst, dass Mama wieder anruft und fragt, warum ich ihr nicht öfter helfe. Ich hab das Gefühl, dass ich immer noch in der Rolle der „Kümmerin“ feststecke, obwohl ich jetzt aus dem Elternhaus ausgezogen bin. Letztens hab ich in meinem letzten Post über das Schuldgefühl geschrieben, wenn ich mir etwas Gutes tue, und das kommt mir immer wieder zurück, wenn ich mir endlich ein bisschen Zeit für mich gönne. Ich setz mich mit nem Tee hin, hör AnnenMayKantereit im Hintergrund und plötzlich schleicht sich das alte Bild von mir als Kind ein, das neben dem leeren Kühlschrank steht und versucht, die Mutter zu beruhigen. Und dann frage ich mich: Wie kann ich lernen, die kleinen Alltagsaufgaben zu erledigen, ohne dass sie mich komplett auslaugen? Wie setz ich Grenzen, wenn ich das Gefühl hab, dass alles zusammenbricht, sobald ich „Nein“ sage? Ich weiß, ich sollte vielleicht einfach mal einen Plan machen, aber jede To‑Do‑Liste fühlt sich an wie ein weiteres Gefängnis. Habt ihr Tipps, wie ihr das mit den täglichen Routinen schafft, ohne euch dabei zu verlieren? Ich freu mich auf eure Ideen. 🙏
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