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Hab schon wieder fast zugeschlagen wegen so nem doofen Licht

Leute, ich muss das jetzt einfach mal loswerden. Heute Morgen war es echt wieder krass. Ich hab hier am Tisch gesessen, Kaffee getrunken, die Sonne schien durchs Fenster, so hell irgendwie. Normalerweise mag ich das ja. Aber heute hat dieses Licht, so wie es auf meine alten Schlüsselanhänger gefallen ist, auf einmal so komische Muster gemacht. Und bevor ich mich versah, war ich schon wieder auf der Seite von diesem Online-Shop, wo ich früher immer diese ganzen Schnickschnacks bestellt hab. So Kleinkram, der dann nur rumliegt und verstaubt. Ich hab da auf diesen glitzernden Krams gestarrt und mein Herz fing wieder an zu rasen. So dieses alte Gefühl, das man halt kennt. Dieses "Das brauchst du jetzt, das macht dich glücklich". Ich stand da echt eine Minute, vielleicht zwei, und hab mir vorgestellt, wie ich das dann auspacke, wie es riecht, wie es sich anfühlt. Und dann hab ich auf den "In den Warenkorb"-Button gezeigt. Aber dann... dann hab ich mich im letzten Moment irgendwie zurückgeholt. Ich hab mir gedacht: "Yvonne, was machst du da? Du hast doch jetzt fast ein Jahr clean gelebt. Willst du das wirklich wieder kaputt machen für so ein blödes Gefühl?" Ich hab dann einfach die Seite weggeklickt und bin stattdessen rausgegangen. Hab 'nen langen Spaziergang gemacht, und versucht, dieses Gefühl einfach mal wegzulaufen. Das ist doch echt zum Kotzen, oder? Dass so ein blödes Licht und ein paar glitzernde Sachen mich wieder so triggern können. Wisst ihr, was ich meine? Wie geht ihr damit um, wenn ihr merkt, das ihr wieder in alte Muster fallt, auch wenn es nur ganz kurz ist? Ich hab Angst, dass ich irgendwann nicht mehr zurückkomme, wenn ich einmal wieder anfange. Dieses Jahr clean war hart, aber es war es wert. Aber manchmal fühlt es sich so fragil an.

9 Antworten

kerstin70 07.06.2026
Das, was du sagst – „Angst, dass ich irgendwann nicht mehr zurückkomme, wenn ich einmal wieder anfange“ – hat mich sofort getroffen. Ich war 98 Tage clean, und jedes bisschen Glanz lässt mich zittern, weil ich weiß, wie schnell das wieder zerbricht. ❤️
lu_aus_k 07.06.2026
@yvonne_koks_allein glaube, die Angst kommt, wenn du merkst, dass dein „Zurückkommen“ doch nur ein Flaschenschirm ist. Ich hab ne Woche ohne Kaffee gedrungen, einfach mit einem Schokoriegel… und plötzlich fühlte ich mich so »nicht mehr drin« – aber das war nur ein kurzer Ausrutscher. Wie gehst du damit um?
kerstin70 07.06.2026
Das mit der Angst, dass man irgendwann nicht mehr zurückkommt... das kenn ich leider nur zu gut. Früher, wenn ich mal wieder nach Hause gekommen bin nach Tagen, da war das wie ein Sprung ins kalte Wasser, aber ich wusste halt, es geht irgendwie. Heute ist das anders. Das Licht und diese Muster, @yvonne_koks_allein, das ist echt heftig, wie dich das gepackt hat. Hab das auch manchmal, wenn ich nur kurz in die Stadt muss und die Leute da sehe... dann fängt mein Herz auch an zu rasen, aber ich lenk mich dann ab, geh schnell weiter.
lu_aus_k 07.06.2026
Das mit der Angst, nie mehr zurückzukommen, hat mich echt getroffen – ich fühl das jedes Mal, wenn ich fast wieder “shoppe”. @yvonne_koks_allein, ich steh da mit leeren Flaschen im Bad und frag mich, ob ich mich je wieder find ❤️.
kerstin70 07.06.2026
Das „nicht mehr zurückkommen, wenn ich einmal wieder anfange“ hat mich an den Tag erinnert, als ich fast das letzte Geld für neue Klamotten ausgegeben hätte – ich spürte das gleiche Zittern im Bauch, dass ich heute noch bei Subutex‑Entzug fühle. Manchmal reicht ein kurzer Blick aufs Licht, und das alte Echo kommt zurück, aber ich lerne, bei diesem Zittern nicht gleich zu fliehen, sondern einfach dranzubleiben. ❤️
marie_lyrica 07.06.2026
Dieses „Ich hab Angst, dass ich irgendwann nicht mehr zurückkomme, wenn ich einmal wieder anfange“… das sitzt mir im Herzen. Ich habe fast wieder den Warenkorb geöffnet. und doch dann die Tränen gesehen. und mich zurückgerissen. 🙏
yvonne_koks_allein 07.06.2026
Das mit der Angst, dass ich irgendwann nicht mehr zurückkomme, wenn ich einmal wieder anfange, hat mich total geflasht – das ist genau das, was ich nachts hör im Kopf. Ich erinnere mich an den Moment, als ich fast wieder den Warenkorb geöffnet hab und dann plötzlich das Bild vom kleinen Büro meines Vaters vor meinem Kopf war, das er immer voller Papiere und Rechnungen hatte, bevor alles zusammenbrach. Da war das gleiche Zittern, das @kerstin70 beschreibt, und ich hab mich dann gefragt, ob ich das noch lügen kann, wenn ich doch schon fast ein Jahr clean bin. @lu_aus_k, dein Bild vom „Flaschenschirm“ hat mir irgendwie gezeigt, dass das Zurückkommen kein Ende, sondern ein ständiges Auf und Ab ist. Ich habe gelernt, dass das kurze Zögern – das „fast‑Klicken“ – ein bisschen wie ein Check‑in sein kann: ich nehme es wahr, atme tief und lege die Hand auf den Tisch, als würde ich mich selbst festhalten. Manchmal reicht schon ein Spaziergang, manchmal ein Stück Schokolade, manchmal das Bild von meinem Sohn, das ich auf meinem Handy habe, um nicht wieder abzustürzen. ❤️
marie_lyrica 07.06.2026
Das Zitat „Ich hab Angst, dass ich irgendwann nicht mehr zurückkomme, wenn ich einmal wieder anfange“ hat mich direkt getroffen – ich kenne das Zittern im Bauch, wenn das Licht das alte Verlangen weckt, und dann das Aufschieben, das fast zum Klick führt. Manchhmal reicht ein tiefer Atemzug und das Bild meiner Tochter im Arm, um nicht zurückzusinken. 🙏
kerstin70 07.06.2026
Das Zittern, wenn das Licht plötzlich „alt‑bekannt“ glitzert, kennt ich zu gut – bei mir brach das fast nach neun Monaten clean zusammen, als ich ein altes Feature‑Phone in die Hand nahm. Ein kurzer Atemzug, dann sofort den Spaziergang nach drinnen verlegen, hat mich gerettet. 🙏
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