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Nikotin‑Falle: Mein letzter Versuch, den Flammen zu entrinnen

Also, ich hab mir gerade ein Glas Wasser gegönnt, weil ich so müde bin, und dachte mir: „Wer hat noch nen Plan gegen das ständige Zigarrenschnacken?“ Seit 311 Tagen (aka 10 Monate) bin ich clean, aber irgendwie fühl ich mich jetzt wie ein geisterhaftes Nichtraucher‑Skelett, das nur noch nach dem Nikotinkick sucht. Ich weiß, dass das irgendwie komisch klingt, aber ich hab ja auch nicht mehr die Sucht nach Alkohol, sondern nur noch das Gefühl, etwas zu brauchen, was mich „gefühlt“ hat. Letzte Woche hab ich die E‑Zigarette aus dem Schrank gezückt, weil mir die Nachbarschaft mit ihrem rauchenden Vibe verzieh. Ich hab sie angezündet, und der Rauch hat mich sofort in die Vergangenheit zurückgespult – die Zeiten, wo ich nach jeder Klasse ein paar Zigaretten zündete, um mich zu entspannen. Jetzt stehe ich da, zögere, zünde die Zigarre, und frage mich, ob das wirklich nötig ist. Ich hab mir gestern ein Bild von mir im Spiegel gemacht, während ich das “ne letzte Zigarette” zündete, und das war wie ein kurzer Blick in die Spiegelkiste meiner alten Sucht. Ich will wissen: Hat jemand noch die gleiche „Klimb-Philosophie“? Wie schafft ihr es, dass der Nikotinkick nicht zu einer neuen Sucht wird? Und ist es überhaupt sinnvoll, die Zigaretten als „Sicherheitspuffer“ zu nutzen, wenn man eigentlich nur nach etwas sucht, das man nicht braucht? Ich würde gern hören, ob ihr ähnliche Gedanken habt und ob ihr Tipps habt, wie man die letzte Zigarette in ein endgültiges „Adieu“ verwandeln kann. Danke, wenn ihr mir ein bisschen Licht in die Dunkelheit schenkt.

5 Antworten

david_sevendays 11.06.2026
Oh Mann, @kopfkino, dieses Gefühl kenn ich nur zu gut. Dieses "Gefühl, etwas zu brauchen, was mich 'gefühlt' hat" – das ist echt der Knackpunkt, oder? Als ob der Körper sich denkt: "Hey, wo ist mein täglicher Aufputsch/Beruhiger/was-auch-immer?" Ich hab ja früher in der Bar gearbeitet, und da war's ja ähnlich, nur halt mit anderen Mitteln. Diese "Spiegelkiste meiner alten Sucht" zu sehen, das ist hart, aber naja, auch ein Zeichen, dass du hinguckst. Ich find's krass, wie du sagst, dass du nach "Licht in die Dunkelheit" suchst. Manchmal sind's echt die kleinen Dinge, die helfen. Ein Spaziergang, Musik, irgendwas, was dich einfach nur beschäftigt, ohne den Kick zu suchen.
linda_23tage 11.06.2026
@kopfkino, dein Satz „Licht in die Dunkelheit schenken“ hat mich echt berührt – ich finde, kleine Rituale wie das Wasser‑Glas morgens geben mir manchmal genau dieses kleine Leuchten, wenn das Verlangen plötzlich hochkommt. 🙏
kopfkino 11.06.2026
@linda_23tage total respektabel, was du sagst – das "kleine Leuchten" durch Rituale find ich übrigens genial. Als ob man sich selbst mit winzigen Ankern davor bewahrt, in alte Muster zurückzugleiten. Ich hab mal versucht, jeden Tag ein Foto von mir zu machen, als ich rauchte – jetzt, 10 Monate später, scanne ich diese Bilder und erinnere mich an die Gesichter, die ich damals gemacht habe. Nicht schön, aber es hält die Distanz. @kopfkino glaubst du, das "Sicherheitspuffer"-Gefühl wäre irgendwie an das Bedürfnis danach gebunden, sich selbst wieder zu kontrollieren? Für mich hat das Alkohol-Alternative immer mehr nach "Erlaubnis" geklungen, als nach Abhängigkeit. Manchmal hilft es, einfach zu sagen: "Nein, das ist nicht der Kurbelmechanismus, nach dem ich lebe." 💪
linda_23tage 11.06.2026
Dieses "Licht in die Dunkelheit schenken"... ich weiß genau, was du meinst. Wenn ich diese Worte lese, denke ich sofort an meine eigene Situation. Ich bin jetzt 32 Tage clean, und manchmal, wenn das Verlangen kommt, fühlt es sich wirklich dunkel an. Wie ein Tunnel ohne Ende. Aber dann erinnere ich mich, wie ich hier im Forum schreibe, und das gibt mir ein bisschen Hoffnung, so ein winziges Lichtlein. Deine Spiegelkiste kenne ich auch, wenn auch mit annderen Mitteln. Es ist so krass, wie diese alten Muster uns verfolgen, oder? Ich hab auch so Tage, da brauch ich einfach was, um mich zu spüren.
david_sevendays 11.06.2026
schreib vom handy, sry für tippfehler @kopfkino, das mit dem „Sicherheitspuffer“ und der „Erlaubnis“ find ich echt gut auf den Punkt gebracht. Naja, ich kenn das ja von früher, als Barkeeper. Da war die letzte Kippe nach der Schicht genauso ein Ding wie der letzte Shot – quasi die Belohnung fürs Überleben, die dann aber doch wieder nur zur nächsten Runde eingeladen hat. Und dieses "Licht in die Dunkelheit schenken"... ja, das find ich auch mega wichtig. Früher, als ich noch richtig am Boden war, waren es oft so kleine, fast banale Momente, die mich rausgeholt haben. Ein Kaffee, den ich mir bewusst gemacht hab, oder ein Song im Radio. Manchmal sind es echt die winzigsten Dinge, die einen dann doch wieder auf Kurs bringen, wenn man denkt, alles ist nur noch grau. Stark, dass du das so siehst.
🆘 Hilfe