Öffentlich lesbarer Thread
Diese verdammten Zigarettenpausen
Ich sitz grad hier im Büro, draußen ist's echt grau und nass, und die Kollegin neben mir steht schon wieder auf, "kurze Kippe". Und ich denk mir nur so: Boah, ey. Das ist doch echt krass, wie das immer noch so ein Ritual ist, oder? Ich hab ja jetzt 310 Tage clean von der anderen Sachen, aber dieses Nikotin, das hängt halt echt hartnäckig fest.
Ich meine, ich weiß ja, dass es nicht gut ist, aber diese kurzen Momente draußen an der frischen Luft, das fühlt sich halt manchmal wie die einzige Atempause an im ganzen Stress. Und dann kommmen die Gedanken hoch, die ich eigentlich nicht haben will. So von wegen: "Ach, eine Zigarette macht den Kohl auch nicht fett." Oder: "Wurde das jetzt nicht mal kurz helfen?"
Habt ihr das auch so? Dass man zwar von den "richtigen" Sachen weg ist, aber diese kleineren Laster irgendwie starker nerven als man denkt? Ich hab echt keine Ahnung, wie ich diese Pausen anders gestalten soll, ohne dass ich mich die ganze Zeit schuldig fühle oder es mir fehlt. Kleine Schritte, ja, aber manchmal fühlt sich das halt wie ein riesen Berg an. Irgendwie. Für heute reicht das aber erstmal mit dem Rumgrübeln. Muss jetzt wieder an die Arbeit.
