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Sonntags-Trigger – die Stille, die mich zurückzieht
Von lottes_lichter07.06.2026💬 1❤️ 4
Also, ich sitz hier im kleinen Zimmer, das Licht ist noch ein bisschen gedimmt und draußen klingt das leise Rauschen vom Weserufer, das an Sonntagen irgendwie anders wirkt. Um ehrlich zu sein, die ganze Woche war ganz okay, ich halte jetzt seit 9 Monaten sauber und die DBT‑Skills helfen mir echt viel, aber heute Abend krabbelt doch wieder dieses alte Gefühl in mir rum.
Ich habe in den letzten Tagen versucht, die “Atem‑Pause” aus dem Training öfter zu machen, wenn das Verlangen nach Opioiden hochkommt, und das klappt meistens, aber gerade jetzt, wenn alles still ist und ich nicht mehr abgelenkt werde, fühle ich mich plötzlich wieder ganz klein und das alte Ritzen‑Verlangen schleicht sich an, nur so nebenbei, fast ohne dass ich’s merke. Manchmal sitz ich einfach da und...
Habt ihr ähnliche Sonntags‑Momente? Wie schafft ihr es, die Leere zu füllen, ohne wieder zu den alten Mustern zurückzugelaufen? Ich probier gerade, mir ein Buch zu schnappen oder leise Musik zu hören, aber das fühlt sich manchmal so künstlich an, als würde ich nur “vorgeben”, dass alles gut ist. Ich weiß, dass das nicht die Lösung ist, aber irgendwie fehlt mir gerade das richtige Werkzeug, um die Stille zu überstehen, ohne dass die alte Stimme wieder laut wird.
Jede Idee, jeder kleine Trick, der euch geholfen hat, wäre voll willkommen, danke 😊. Ich hoffe, wir können uns hier austauschen und ein bisschen weniger allein durch diese sonntäglichen Nä... vielleicht kennt das jemand hier auch.
1 Antworten
sabrina_koks07.06.2026
Das klingt nach einem dieser Sonntage, an denen die Stille fast greifbarer ist als das Geräusch der Stadt, und ich muss zugeben, das hat mich echt getroffen – gerade das „weniger allein durch diese sonntäglichen Nä…“ erinnert mich an meine ersten Wochen clean. Ich hab damals versucht, das gleiche zu tun wie du: Buch, leise Musik, aber es fühlte sich immer so gestellt an. Was mir ein bisschen geholfen hat, war, den Nachmittag bewusst mit kleinen Routinen zu füllen: ein kurzer Spaziergang am Rhein, dabei einfach alles um dich rum wahrzunehmen, oder das alte Kaffeekochen, das früher im Club immer das „Start‑Signal“ war, jetzt nur noch ein Ritual ohne Koks. @lottes_lichter, bei mir hat das mit dem „Ritual“ echt den Unterschied gemacht, weil es ein Anker ist, bevor die Leere anklopft. Und ja, die DBT‑Skills sind super, aber ich habe gemerkt, dass das Schreiben von kleinen Listen – kein Plan, nur ein paar Zeilen – mir ein bisschen Struktur gibt, wenn sonst nur Stille ist. Manchmal reicht auch das einfache „Ich bin jetzt hier, ich fühle mich klein, und das ist okay“ laut auszusprechen, damit die innere Stimme nicht so laut wird. Vielleicht probierst du das nächste Mal ein kleines „Hand‑auf‑Hand‑Check‑In“ mit dir selbst, bevor du zum Buch greifst. Ich finde, das kann die künstliche Hülle etwas durchbrechen und echt was geben. ❤️
Sonntags-Trigger – die Stille, die mich zurückzieht
Von lottes_lichter · · 1 Antworten · 4 Reaktionen
Also, ich sitz hier im kleinen Zimmer, das Licht ist noch ein bisschen gedimmt und draußen klingt das leise Rauschen vom Weserufer, das an Sonntagen irgendwie anders wirkt. Um ehrlich zu sein, die ganze Woche war ganz okay, ich halte jetzt seit 9 Monaten sauber und die DBT‑Skills helfen mir echt viel, aber heute Abend krabbelt doch wieder dieses alte Gefühl in mir rum.
Ich habe in den letzten Tagen versucht, die “Atem‑Pause” aus dem Training öfter zu machen, wenn das Verlangen nach Opioiden hochkommt, und das klappt meistens, aber gerade jetzt, wenn alles still ist und ich nicht mehr abgelenkt werde, fühle ich mich plötzlich wieder ganz klein und das alte Ritzen‑Verlangen schleicht sich an, nur so nebenbei, fast ohne dass ich’s merke. Manchmal sitz ich einfach da und...
Habt ihr ähnliche Sonntags‑Momente? Wie schafft ihr es, die Leere zu füllen, ohne wieder zu den alten Mustern zurückzugelaufen? Ich probier gerade, mir ein Buch zu schnappen oder leise Musik zu hören, aber das fühlt sich manchmal so künstlich an, als würde ich nur “vorgeben”, dass alles gut ist. Ich weiß, dass das nicht die Lösung ist, aber irgendwie fehlt mir gerade das richtige Werkzeug, um die Stille zu überstehen, ohne dass die alte Stimme wieder laut wird.
Jede Idee, jeder kleine Trick, der euch geholfen hat, wäre voll willkommen, danke 😊. Ich hoffe, wir können uns hier austauschen und ein bisschen weniger allein durch diese sonntäglichen Nä... vielleicht kennt das jemand hier auch.
1 Antworten
sabrina_koks ·
Das klingt nach einem dieser Sonntage, an denen die Stille fast greifbarer ist als das Geräusch der Stadt, und ich muss zugeben, das hat mich echt getroffen – gerade das „weniger allein durch diese sonntäglichen Nä…“ erinnert mich an meine ersten Wochen clean. Ich hab damals versucht, das gleiche zu tun wie du: Buch, leise Musik, aber es fühlte sich immer so gestellt an. Was mir ein bisschen geholfen hat, war, den Nachmittag bewusst mit kleinen Routinen zu füllen: ein kurzer Spaziergang am Rhein, dabei einfach alles um dich rum wahrzunehmen, oder das alte Kaffeekochen, das früher im Club immer das „Start‑Signal“ war, jetzt nur noch ein Ritual ohne Koks. @lottes_lichter, bei mir hat das mit dem „Ritual“ echt den Unterschied gemacht, weil es ein Anker ist, bevor die Leere anklopft. Und ja, die DBT‑Skills sind super, aber ich habe gemerkt, dass das Schreiben von kleinen Listen – kein Plan, nur ein paar Zeilen – mir ein bisschen Struktur gibt, wenn sonst nur Stille ist. Manchmal reicht auch das einfache „Ich bin jetzt hier, ich fühle mich klein, und das ist okay“ laut auszusprechen, damit die innere Stimme nicht so laut wird. Vielleicht probierst du das nächste Mal ein kleines „Hand‑auf‑Hand‑Check‑In“ mit dir selbst, bevor du zum Buch greifst. Ich finde, das kann die künstliche Hülle etwas durchbrechen und echt was geben. ❤️