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Methadone-Entzug im Frühling – meine Angst vor dem Rückfall

ich sitz hier gerade im kleinen Zimmer über’m Bahnsteig, lichter von den vorbeifahrenden Zügen glühen durch die Vorhänge und ich frage mich, ob ich das jetzt wirklich durchziehen kann. seid fast 10 Monaten bin ich clean – kein Kiff, kein Alkohol bis zum Blackout und jetzt seit drei Wochen nehme ich Methadon, weil die Therapie das so vorsieht. das klingt jetzt für euch vielleicht sus, aber ich hab das Gefühl, dass das Teil von mir ein bisschen mehr als nur „Entzug“ ist. vor ein paar Tagen kam ein alter Kumpel aus der Hood vorbei, hatte ne Flasche Wodka und war voll im „Warme-Biergarten‑Modus“ weil das Wetter so nice ist. ich war erst kurz im Gartenbereich, dann hat er mich gefragt, ob ich nicht „ein bisschen was“ gönnen will, weil die „Saison“ ja gerade erst anfängt. ich hab nur genickt und “nein” gesagt, aber innerlich hat das alles so mega laut geklingelt. das Craving war da, nur ein bisschen, aber das reicht mir jetzt schon, um nachts wach zu liegen und zu denken, ob ich das alles überhaupt weiterhalten kann. ich hab ja ne ADHS‑Diagnose, das macht die Sache manchmal noch wilder, weil meine Gedanken immer rennen und das “ich‑kann‑es‑nicht‑mehr‑halten”‑Gefühl kommt schneller. meine Ex ist ja schon seit meinem ersten Entzug weg, das hat mich voll runtergezogen, aber jetzt mit der Substitution fühle ich mich irgendwie… wie in einem Zwischenzustand. nicht ganz clean, aber auch nicht mehr im alten Rausch. hat jemand von euch so ein intensives Frühlings‑Craving erlebt, wenn die Sonne länger wird und die Biergärten aufklappen? wie schafft ihr es, im Sommer nicht in alte Muster zurückzufallen, wenn die Umgebung so verführerisch ist? lowkey wäre ein Tipp oder einfach ne Schulter, die mir sagt, dass ich nicht die Einzige bin, die hier grad zwischen “ich‑kapitulieren‑will” und “ich‑hält‑durch” schwebt. 🙏
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