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Öffentlich lesbarer Thread

Werde ich später auch so ein Alkohol‑Kerl

Heute früh war das Haus wieder voll nach Schnaps, das riecht mich immer noch, obwohl ich schon aus dem Bett gerutscht bin und das Handy in der Hand halte. Mein Vater hat nach dem Frühstück sofort die Flasche gekrönt, und ich hab mich nur noch in die Ecke gekauert, weil das Korken‑Geräusch für mich wie ein Alarm ist. Ich hab das Gefühl, dass ich jedes Mal ein bisschen mehr von ihm in mir spüre – nicht das Trinken selbst, aber diese ständige Anspannung, das ständige Warten, wann er wieder die Flasche hebt. Und das macht mich total fertig, weil ich mich frage: Wenn ich irgendwann mal erwachsen bin, werd ich dann auch so? Ich meine, ich seh meine Freunde, die ganz normal feiern, ohne dass zu Hause ständig Alkohol rumliegt. Meine Mutter hält die Fassade aufrecht, lächelt, tut so, als wär alles okay, aber ich weiß, dass das nur ein Deckmantel ist. Ich will nicht die gleiche Last tragen, aber manchmal fühle ich mich so hilflos, dass ich glaube, ich könnte irgendwann einfach „wie er“ werden, weil das alles, was ich kenne, so ist. Habt ihr das auch schon mal gefühlt, dass ihr Angst habt, die gleichen Fehler zu wiederholen, nur weil ihr das so oft miterlebt habt? Oder kennt ihr vielleicht Tipps, wie man sich mental ein Stück weit von diesem Kreislauf abkoppeln kann, ohne gleich zu viel zu reden? Ich bin echt am Ende, aber vielleicht hilft ja das hier ein bisschen, das ich nicht ganz allein bin. 🙏
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