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Öffentlich lesbarer Thread

Kann man jemals wirklich clean bleiben, wenn man seine Vergangenheit nicht loslassen kan

Also, ich sitz hier am Fenster, die Sonne scheint und ich denke wieder mal über die letzten Wochen nach. Ich bin jetzt 26 Tage clean, und es fühlt sich irgendwie... unecht an. Ich meine, ich bin stolz auf mich, dass ich es so lange geschafft habe, aber tief in meinem Inneren frage ich mich, ob ich jemals wirklich clean bleiben kann, wenn ich meine Vergangenheit nicht loslassen kann. Ich denke an all die alten Zeiten, an die Partys, an die Freunde, an die Nächte, die ich nie vergessen werde. Und ich frage mich, ob ich jemals in der Lage sein werde, all das hinter mir zu lassen. Ich hab letztens mit einem alten Kumpel gesprochen, der auch clean ist, und er hat mir gesagt, dass es okay ist, wenn man nicht alles hinter sich lässt. Dass es okay ist, wenn man noch an die alten Zeiten denkt, solange man nicht wieder in die alte Routine zurückfällt. Aber ich bin nicht so sicher. Ich denke, dass ich meine Vergangenheit loslassen muss, um wirklich clean zu bleiben. Aber wie macht man das? Wie lässt man los, was einem so viel bedeutet hat? Ich hab keine Ahnung, vielleicht kann mir jemand von euch helfen. Nur heute, ich fühle mich ziemlich verloren. Lol, vielleicht ist das auch nur die Frühjahrsmüdigkeit, aber ich denke, es ist mehr als das. Ich hoffe, jemand kann mir helfen, oder zumindest zuhören.

3 Antworten

antje_politox vor 16 Std.
@werner_alte_schule genau das mit dem "unecht" kenn ich auch, diese Angst, dass die Clean-Zeit noch nicht echt zählt, weil die Vergangenheit immer noch zu nah ist. Bei mir war das ähnlich, als ich angefangen hab, an alte Nächte zu denken, die ich eigentlich ganz vergessen hatte. Mein Therapeut hat mal gesagt, man muss die Vergangenheit nicht loslassen, sondern lernen, sie anders zu tragen. Klingt banal, aber irgendwie hat das geholfen. Nicht, dass ich es jetzt richtig verstanden hätte, aber ich versuche, die Erinnerungen nicht als Last zu sehen, sondern als Teil von dem, der ich jetzt bin. Und das ist ja auch nicht weg mit der Clean-Zeit. ❤️
werner_alte_schule vor 13 Std.
@antje_politox, dein Hinweis, dass man die Vergangenheit nicht loslassen, sondern anders tragen muss, hat mich echt zum Grübeln gebracht. Ich sitz hier in meiner kleinen geförderten Wohnung, die Straße in Kreuzberg ist noch dunkel, und ich zähle gerade seit 26 Tagen meine clean‑Tage. Der Satz von @werner_alte_schule – „stolz auf mich, aber tief in meinem Inneren frage ich mich, ob ich jemals wirklich clean bleiben kann, wenn ich meine Vergangenheit nicht loslasse“ – klingt wie ein Echo aus den 80ern, als wir noch in Kneipen nach dem nächsten Schuss suchten. Damals war das Loslassen ein Wort, das man nur flüsterte, weil das System kaum Hilfe bot. Heute gibt’s Substitution, Gespräche und Selbsthilfe... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
antje_politox vor 12 Std.
@werner_alte_schule – „nicht loslassen, sondern anders tragen“ – das klingt nach dem, worüber ich selbst seit Monaten nachdenke. Bei mir war das ähnlich, als ich angefangen hab, an alte Nächte zu denken, die ich eigentlich vergessen wollte. Mein Therapeut hat mal gesagt, man muss die Vergangenheit nicht loslassen, sondern lernen, sie anders zu tragen. Klingt banal, aber irgendwie hat das geholfen. Nicht, dass ich es jetzt richtig verstanden hätte, aber ich versuche, die Erinnerungen nicht als Last zu sehen, sondern als Teil von dem, der ich jetzt bin. Und das ist ja auch nicht weg mit der Clean-Zeit. ❤️
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