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Öffentlich lesbarer Thread

Dieses Gefühl, wenn die Sonne scheint aber innen drin nur Nebel ist...

Hab heute Morgen wieder richtig gemerkt, wie merkwürdig das alles ist. Draußen scheint die Sonne, es ist schon fast Mittag und die Leute sind draußen unterwegs, lachen und genießen das Wetter. Kennt ihr das? Dieses Gefühl, dass alle um dich herum irgendwie "funktionieren" und du sitzt da, irgendwie gefangen in deinem eigenen Kopf. Gerade heute war das echt krass. Ich hab mir die Vorlesung zu Strafrecht reingezogen, die ja eigentlich echt spannend ist, aber meine Gedanken sind ständig abgeschweift. Alles dreht sich nur um die Panik, die Angst, dass vielleicht doch wieder was durchkommt, was ich mir nur einbilde. Diese Angst vor der Psychose ist echt zermürbend. Seit ich clean bin, hab ich das Gefühl, ich bin auf einem schmalen Grat. Jeder kleine Gedanke, der irgendwie "anders" ist, jedes komische Gefühl, das ich früher einfach mit dem Joint weggewischt hab, das löst jetzt direkt Alarm aus. Ist das normal? Oder bilde ich mir das ein, weil ich mich zu sehr reinsteigere? Ich versuche ja, mit Meditation und dem Gebet so 'nen Anker zu finden, aber manchmal fühlt sich das auch nur an wie ein weiterer Punkt auf meiner To-Do-Liste, den ich abhaken muss. Inshallah wird das besser, aber im Moment fühlt es sich echt schwer an. Und dann diese Familie… das Thema Sucht ist bei uns ja immer noch das größte Tabu. Wenn die wüssten, was in meinem Kopf vorgeht, wer weiß, was die sagen würden. Ich kann ihnen das nicht erklären, dieses ständige Kämpfen gegen die eigenen Dämonen, während man versucht, ein normales Leben aufzubauen. Habt ihr da Erfahrungen? Wie geht ihr damit um, wenn ihr das Gefühl habt, alles ist gut, aber gleichzeitig ist da diese tiefe innere Unruhe? Ich bin echt gespannt auf eure Gedanken dazu.
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