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Öffentlich lesbarer Thread

Muss man die Schulden eines Verstorbenen wirklich allein tragen

Ich sitz hier und schaue auf diese Mahnung — wieder neunhundert Euro fur den Krankenhausaufenthalt. Neunhundert. Für einen Tag, an dem er nur... naja, es war ja nicht seine Schuld, aber trotzdem. Die Ärzte haben ihn versorgt, als er mit dem Herz stillstand vor unserem Haus, und jetzt wohnen die Kosten bei mir. Das ist jetzt fast ein Jahr her, dass er gestorben ist, und ich dachte eigentlich, irgendwie würde die Welt sich ein wenig leiser drehen. Stattdessen kommen die Briefe. Jeden Tag irgendein Schreiben von einer Zahlungsstelle, einem Anwalt, einem Inkassounternehmen. Sie rechnen mit seinem Todesfall durch, aber die Schulden — die Schulden bleiben einfach da, wie ein Schatten, der sich nicht losen lässt. Ich arbeite nicht mehr, ich bin 52 und habe seit sechs Monaten Angst vor jedem Anruf, weil ich weiß, dass es vielleicht wieder welche sind, die ihn kennen oder meinen. Mein Sohn hilft ein bisschen, aber er hat selbst genug Stress mit seiner Arbeit und seinem... naja, lass ich das mal so stehen. Geht das anderen Angehörigen auch so? Wenn jemand stirbt und hinter Schulden zurucklasst — muss man die wirklich alle ubernehmen? Gibt es da irgendwelche Sonderregelungen? Ich hab schon versucht, mich an den Schuldenberatungsdienst zu wenden, aber der Wartelist ist bis nächstes Jahr und ich weiß nicht, wie lange ich das noch durchhalte. Vielleicht hat ja jemand eine Idee. Oder zumindest ein bisschen Mitgefuhl. 😔
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